Generelle Regelungen und Informationen zu Öffnungszeiten und Tarifbestimmungen in den Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen:

Informationen zu den aktuellen Restaurierungsmaßnahmen an der Neuen Residenz

Einleitung

Die "Neue Residenz Bamberg", letzte der fürstbischöflichen Hofhaltungen in Bamberg, vereinigt sich am Domplatz zusammen mit dem Dom und anderen bedeutenden baulichen Zeugnissen aus einem Jahrtausend Bamberger Geschichte zu einer der großartigsten Platzanlagen Deutschlands.

Bild: Luftaufnahme der Neuen Residenz Bamberg

An historischer und städtebaulicher Resonanz hat die Neue Residenz im Zentrum des UNESCO-Welterbes Bamberg kaum ihresgleichen. Sie steht letztlich am Anfang jener Reihe bedeutender Schlossbauten in Franken, die in der Residenz Würzburg den Höhepunkt absolutistischen Schlossbaus in Europa erreicht. An der Bamberger Residenz waren berühmte Baumeister beteiligt (Leonhard Dientzenhofer, Balthasar Neumann) und leidenschaftliche Bauherren (Schönborns), die für viele bedeutende Bauten Frankens und darüber hinaus verantwortlich waren.

Mit ihrer baulichen Entwicklung an dominanter Stelle im Stadtbild und in ihrer im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ergänzten und erneuerten Ausstattung legt die Residenz selbst Zeugnis ab über die letzten 300 Jahre wechselvoller Geschichte, von der fürstbischöflichen Residenz der Spätrenaissance hin zum Raumkunstmuseum und zur Staatsbibliothek des 20. Jahrhunderts. Anfangs Sitz der Fürstbischöfe, stand sie als wittelsbachische Nebenresidenz bis ins 20. Jahrhundert im Zentrum politischer Geschicke.

Bild: Audienzzimmer

Audienzzimmer,
Fürstbischöfliches Appartement

Die Neue Residenz – größtes profanes Einzeldenkmal Bambergs – zählt auch zu den größten Schlössern in Bayern und ist im Gegensatz zu anderen Residenzen in Aschaffenburg, Würzburg oder München von Kriegszerstörungen verschont geblieben, sodass die Raumdekorationen aus dem 17. und 18. Jahrhundert aus über vier Jahrhunderten nahezu vollständig erhalten sind.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt für die Welterbestätte Altstadt Bamberg im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im Förderzeitraum von 2009 bis 2014 insgesamt 8,1 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung (externer Link www.welterbeprogramm.de). Die Neue Residenz Bamberg kann durch die großzügige Bezuschussung über 825.000 Euro Bundesmittel dringend notwendige Voruntersuchungen und Reparaturen in den Fürstbischöflichen Wohnräumen, an Dach und Fassaden über ein Gesamtvolumen von 2,5 Mio. Euro finanzieren, um die seit langem angestrebte Gesamtinstandsetzung dieses einzigartigen Bauensembles anzustoßen.



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