2. September 2002

Pressemitteilung

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2002.
Die Plassenburg in Kulmbach als Gefängnis

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2002 können die Besucher eine etwas düstere Seite der Plassenburg in Kulmbach kennenlernen und einiges aus den Jahren erfahren, in denen sie als Gefängnis genutzt wurde.

Die ehemalige Hohenzollernresidenz und Landesfeste diente von 1817 bis 1928 als Zwangsarbeitshaus, Zuchthaus und Kriegsgefangenenlager. In einer kleinen Ausstellung können sich die Besucher über die Geschichte der Plassenburg als Gefängnis und das Leben der Gefangenen informieren. Im Schönen Hof können auch zwei ehemalige Arrestzellen besichtigt werden.

Um 10 und 15 Uhr finden Führungen auf die Hohe Bastei, dem Standort des 1937 abgebrochenen Zellengefängnisses statt.

Um 14 und 16 Uhr liest Thomas Götz in der Schlosskirche der Plassenburg aus dem Roman: "Die Gefangenen der Plassenburg" von Jakob Wassermann (Dauer ca. 30 Minuten).

Öffnungszeiten am Sonntag, den 8. September 2002: 9-18 Uhr

Treffpunkte:
Führungen: Christiansportal im Kasernenhof
Lesungen: Schlosskirche

Die Besichtigungen, Führungen und Lesungen sind kostenlos

Informationen:
Harald Stark, Schloss- und Gartenverwaltung Kulmbach, Telefon: (0 92 21) 8 22 00


Plassenburg ob Kulmbach

Die Plassenburg zählt zu den mächtigsten Burganlagen Bayerns. Als Schlossburg vereint sie wehrhafte Festung und repräsentativen Schlossbau.

Die trutzige Festung gehörte von 1338 bis 1791 den Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern. 1559 beauftragte Georg Friedrich von Ansbach Caspar Vischer mit dem Bau einer Vierflügelanlage. Der Schöne Hof, ein Arkadenhof mit dichtem Reliefdekor, ist eine der bedeutendsten Schöpfungen der deutschen Renaissance.

Sehenswert sind auch das Museum "Hohenzollern in Franken", das Armeemuseum "Friedrich der Große" (Sammlung Windsheimer) sowie die Markgrafenzimmer mit alten Ansichten, Herrscherportraits und dem vergoldeten Baldachinbett der Markgräfin Maria (um 1630).


Pressemitteilung 2. September 2002

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