19. Juli 2002

Pressemitteilung

Neuer Eingangsbereich zur Residenz München – Zehn Höfe

"Mit dem Portal zur Residenzstraße öffnet sich für jeden Besucher der Blick auf die prächtige Cuvilliés-Fassade. Schon der Zugang zum ehemaligen Stadtschloss der Wittelsbacher wird so zum Kunstgenuss", stellte Finanzminister Kurt Faltlhauser am Freitag (19.7.2002) bei der Öffnung des Königsbauhofs als neues Entrée der Münchner Residenz fest. Faltlhauser: "Wir können so die Residenz mit ihren Zehn Höfen der bislang oft hastig vorbeilaufenden Öffentlichkeit viel besser präsentieren. Die unverstellte Sicht in den Hof mit der von François Cuvilliés ab 1730 geschaffenen Fassade der Grünen Galerie wird hier mit Sicherheit große Sogwirkung entfalten."

Pünktlich zur großen Sonderausstellung "Die Möbel der Residenz München – Pracht und Zeremoniell" im Herbst wurde jetzt der gesamte Eingangsbereich neu geordnet. Durch die zwei großen optisch aufgewerteten und damit als Zugänge besser zu erkennende Portale hindurch – der Eingang vom Max-Joseph-Platz her wurde aufgehellt und wird so erheblich besser als Raum mit eigenständiger Architektur bewusst, das Portal zur Residenzstraße wurde neu geöffnet – werden Besucher und Passanten zunächst vom Königsbauhof aufgenommen. Das sich hierhin öffnende Vestibül unter der Grünen Galerie bildet sodann einen lichten Empfangsraum, der der Orientierung dient. Ein Modell der Residenz mit Umgebung dient hier zur Information der Besucher über die Baumassen, Höfe und Bauphasen der stark verwinkelten und in ihrer Komplexität schwer erfassbaren Residenz. Die Kasse ist nun in der an das Empfangsvestibül angrenzenden so genannten Alten Schatzkammer untergebracht. Hier findet der Besucher außerdem Informationen, Literatur sowie hochwertige Waren mit Bezug zu den von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreuten Objekten.

"Mit der Öffnung des Königsbauhofes und des hinter der Alten Schatzkammer gelegenen, ebenfalls frei zugänglichen Küchenhofes sind zwei weitere der insgesamt »Zehn Höfe der Münchner Residenz« frei zugänglich. Wir bieten damit die Residenz im Herzen Münchens bewusst auch als Platz zum Rasten und Verweilen an – mitten in der Stadt", bemerkte Faltlhauser mit Blick auf die beiden begrünten und mit ansprechenden Sitzgelegenheiten ausgestatteten Höfe.

Mit verschiedenen weiteren Maßnahmen wird derzeit die Attraktivität der an Kunstschätzen reichen Münchner Residenz weiter erhöht. Der Ausbau der Allerheiligenhofkirche zu einem der schönsten Veranstaltungsräume Münchens sowie die Fertigstellung des Kabinettgartens sind für das erste Halbjahr 2003 vorgesehen. Besonderer Höhepunkt dieses Jahres wird außerdem die große Möbelausstellung "Die Möbel der Residenz München – Pracht und Zeremoniell", die am 7. September 2002 ihre Pforten öffnen wird. Die Residenz in München beherbergt die größte Möbelsammlung der Welt. Meisterwerke europäischer Möbelkunst von der Renaissance bis zum Klassizismus sind an ihrem historischen Ort, in den prachtvollen Raumfluchten der Residenz, zu sehen. In der Ausstellung werden sie in ihrer außergewöhnlichen Kunstfertigkeit vorgestellt und in ihrer Funktion im höfischen Zeremoniell inszeniert. Das höfische Leben – von der hohen Diplomatie bis hin zu Festen, Geselligkeit und Spiel – ist ebenso  das Thema der Ausstellung wie der künstlerische Rang, die kostbaren Materialien und die großen Meister der Möbelkunstwerke.

Die Residenz München verkörpert rund sechs Jahrhunderte bayerische Geschichte. Sie entwickelte sich aus einer kleinen Wasserburg, die sich die Wittelsbacher Herzöge 1385 erbauten. Aber erst zu Anfang des 16. Jahrhunderts verlegten sie ihre Hofhaltung vom "Alten Hof" Kaiser Ludwig des Bayern in die "Neue Veste", die sie von da an ausbauten. Erst im vergangenen Jahr erhielt die Residenz mit dem Miniaturenkabinett ihr kostbarstes Kleinod zurück. Der Freistaat hat in den Erhalt und die Steigerung der Attraktivität der Residenz in München allein in den letzten 10 Jahren rund 50 Millionen Euro investiert.  Die Kosten der jetzt durchgeführten Neugestaltung belaufen sich auf insgesamt 1,2 Millionen Euro.


Pressemitteilung 19. Juli 2002

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