20. September 2003

Pressemitteilung

Neue Residenz Bamberg: Einweihung einer Gedenktafel für das erste griechische Königspaar, König Otto und Königin Amalie

Am Samstag, den 20. September 2003 wird im Rosengarten der Neuen Residenz Bamberg eine Bronzetafel zur Erinnerung an König Otto und Königin Amalie von Griechenland eingeweiht, als schönes Zeichen gemeinsamer griechischer und bambergisch-bayerischer Erinnerung.

Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr im Kaisersaal der Residenz. Der Festakt wird umrahmt von traditioneller griechischer Musik und griechischen Tänzen, ein Stehempfang schließt sich an (siehe beiliegendes Programm).

Veranstalter ist der Deutsch-Griechische Club Bamberg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Wer wohnte eigentlich in der Residenz Bamberg? – Natürlich die Bamberger Fürstbischöfe, das weiß jeder. Dass jedoch auch ein König und eine Königin für einige Jahre in diesen historischen Gemäuern, die zum UNESCO-Weltkulturerbe Altstadt Bamberg gehören, gelebt haben, darüber wird künftig eine Bronzetafel Auskunft geben.

Der bayerische Prinz Otto, Sohn König Ludwigs I. und jüngerer Bruder des späteren Königs Maximilian II., war als 16-Jähriger zum König von Griechenland berufen worden. Nach fast 30-jähriger Regierungszeit wurde er in einer unblutigen Revolution entthront und kehrte mit seiner Gemahlin Amalie, einer geborenen Herzogin von Oldenburg, nach Bayern zurück. In Bamberg, das seit seiner Eingliederung in das Königreich Bayern zur Wittelsbachischen Nebenresidenz geworden war, verbrachten sie ihre letzten Lebensjahre. Otto starb hier 1867, Amalie 1875. Mit ihrer "Griechischen Hofhaltung", die zwar bescheidener als die eines regierenden Herrschers war, dafür durch die ihr angehörenden griechischen Hofdamen und Militärs um so exotischer wirkte, verliehen sie der Stadt Bamberg nochmals den Glanz einer Fürstenresidenz.

Die Bayerische Schlösserverwaltung hatte bereits 2002 mit der Ausstellung "Von Athen nach Bamberg – König Otto von Griechenland" in der Residenz an das Schicksal dieses Wittelsbachischen Monarchen erinnert, der in der Geburtsstunde des modernen Griechenland eine so bedeutende Rolle spielte. Zeitgleich begann der Deutsch-Griechische Club Bamberg mit einer Spendensammlung für eine Gedenktafel zu Ehren König Ottos und Königin Amalies. Mit dem Ertrag dieser Sammlung konnte nun der Guss einer Bronzetafel finanziert werden, deren Wachsmodell der bei der Schlösserverwaltung in München angestellte Bildhauer Oswald Senoner angefertigt hat. In einer deutsch-griechischen Inschrift informiert die 100 x 140 cm große Tafel über die wichtigsten Lebensstationen des Königspaares, darüber erscheinen zwei Medaillons mit ihren Reliefporträts.


Die Neue Residenz Bamberg

Die Neue Residenz der Bamberger Fürstbischöfe entstand ab 1613. Die beiden Flügel am Domplatz errichtete Johann Leonhard Dientzenhofer 1697-1703.

In den über 40 Prunkräumen sind Stuckdecken, Möbel und Wirkteppiche des 17. und 18. Jahrhunderts zu besichtigen. Den Kaisersaal freskierte Melchior Steidl mit 16 überlebensgroßen Kaiserbildnissen. Neben den Kurfürstenzimmern und dem fürstbischöflichen Appartement ist die Gemäldegalerie mit altdeutscher und Barockmalerei besonders sehenswert.

Vom Rosengarten im Residenzhof bietet sich ein reizvoller Ausblick über die Dächer der Stadt.

Die Neue Residenz ist der bedeutendste Profanbau der historischen Altstadt Bambergs, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

 

Weitere Informationen und kostenlose Pressefotos erhalten Sie bei:
Claudia Albrecht, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0 89) 1 79 08-1 60, Fax (0 89) 1 79 08-1 90, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 20. September 2003

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