5. September 2003

Pressemitteilung

Faltlhauser: Festlich feiern in Neuburg!

Große und Kleine Dürnitz – Zwei sehr attraktive Veranstaltungssäle laden ein

Zwei attraktive Veranstaltungssäle laden ein! "Ich würde mir wünschen, dass die Stadt Neuburg, viele Firmen und Institutionen in Zukunft die festlichen Dürnitz-Säle anmieten und entsprechend ihrer eigentlichen historischen Funktion mit Leben erfüllen werden", stellte Finanzminister Kurt Faltlhauser bei der Besichtigung der vor kurzem fertig gestellten Veranstaltungssäle am Freitag (5.9.) in Neuburg fest. Die Große Dürnitz im Erdgeschoss des Westflügels und die Kleine Dürnitz im Südflügel erschließen beide als Ensemble einen Teilbereich des Schlosses. Mit dem Ende deren Restaurierung sei ein bedeutender Abschnitt der Sanierung des Neuburger Schlosses vollendet.

Die neuen Veranstaltungssäle gehören zum ältesten Baubestand des Neuburger Residenzschlosses. Die eindrucksvolle Renaissance-Gewölbehalle der Großen Dürnitz und die noch spätgotisch anmutende Kleine Dürnitz entstanden unter Pfalzgraf Ottheinrich, dem illusteren Renaissancefürsten. Die Dürnitz, genannt nach dem slawischen Wort für Feuerstätte, war ein beheizbarer Saal in mittelalterlichen Burgen. In diesem Saal speiste der Fürst gemeinsam mit seinem Gefolge. In der Großen Dürnitz tragen mächtige Marmorstützen, in die das Baudatum 1541 eingemeißelt ist, das Gewölbe. Der originale Fußboden aus Rotmarmor und Solnhofener Kalkstein wurde aufwändigst restauriert. Die Kleine Dürnitz, in der ehemals die Hofküche untergebracht war, entstand bereits um 1533. Beide Säle verbindet nun ein modernes Element: ein gläserner Gang durch die gewaltige Trennmauer.

In die Bau- und Sanierungsmaßnahmen des dritten Bauabschnitts im Schloss Neuburg investiert der Freistaat Bayern insgesamt rund 10 Millionen Euro. Der Bauabschnitt umfasst neben der Sanierung der historischen Dürnitzsäle den Innenausbau des Westflügels für die Flämische Barockgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Im nun abgeschlossenen Teilbauabschnitt wurden die beiden historischen Säle restauriert und für gehobene Veranstaltungszwecke nutzbar gemacht. Gleichzeitig wurden die Stadtfassaden der Gebäudetrakte saniert. Insgesamt wendet der Freistaat für die im Schloss Neuburg bereits durchgeführten und die noch andauernden großen Baumaßnahmen rund 25,5 Millionen Euro auf.

Ab 2005 werden, wie Faltlhauser mitteilte, in den Sommermonaten von Mai bis Oktober die einzelnen Trakte des Schlosses – Schlossmuseum, Rittersaal und die Räume der Flämischen Galerie – auch über Laubengänge der Fassaden im ersten Obergeschoss erreichbar sein. Damit kann das Schloss in seiner architektonischen Schönheit besonders eindrucksvoll erlebt werden. Dies wird erstmals im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung möglich sein, die 2005 aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums des Fürstentums Pfalz-Neuburg im Schloss stattfinden wird. Nach der Landesausstellung wird die Flämische Galerie mit bedeutenden Werken von Rubens und seinen Zeitgenossen aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen das Neuburger Schloss nachhaltig zu einem überregionalen Anziehungspunkt machen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Claudia Albrecht, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 5. September 2003

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