23. April 2003

Pressemitteilung

München, Nymphenburger Schlosspark

Fontäne und Kaskade voraussichtlich erst wieder Ende Mai in Betrieb

Aus technischen Gründen können sowohl die Fontäne im Großen Parterre als auch die Große Kaskade im Nymphenburger Schlosspark voraussichtlich erst wieder Ende Mai in Betrieb genommen werden.

Am Pumpwerk der Fontäne im Großen Parterre unmittelbar vor der Westfassade des Schlosses sind aufgrund von Haarrissen in den Zylindern dringende Reparaturen notwendig geworden. Erst nach Abschluss der Arbeiten kann daher das Wasser wieder als Fontäne in die Höhe sprudeln.

Das Pumpwerk für die Fontäne befindet sich im sog. "Grünen Brunnhaus", das 1762 angelegt und 1803 für die Wasserwerke von Joseph Baader umgebaut wurde. Zwischen Amalienburg und Badenburg gelegen, sorgt es für das Betreiben der Fontäne im Großen Parterre und ehemals auch für die Wasserversorgung des Schlosses. Es handelt sich um ein herausragendes und immer noch funktionierendes technikgeschichtliches Denkmal aus der ersten Blütezeit des Maschinenbaus in Bayern.

An der Großen Kaskade am Ende des Mittelkanals mussten in den letzten Wochen umfangreiche Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Die Oberflächen der Steine wurden mittels eines Strahlverfahrens von Algenbefall gesäubert und geglättet. In den nächsten Tagen werden die Steine mit einem Wachs eingelassen, um ein schnelles Wiederverschmutzen zu verhindern. Vor der Inbetriebnahme der Kaskade muss das Wachs vollständig in den Stein eingezogen sein. Voraussichtlich Ende Mai kann dann das Wasser wieder ungehindert über die Kaskade fließen.

Die Kaskade, die als Blickpunkt ("point de vue") von der rückwärtigen Freitreppe des Schlosses aus zu sehen ist, wurde 1717 von Joseph Effner unter Max Emanuel angelegt, ihre Marmorverkleidung stammt aus der Zeit ab 1769. Die beiden liegenden Figuren, Flussgott und Quellnymphe, versinnbildlichen Donau und Isar.


Pressemitteilung 23. April 2003

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