3. April 2003

Pressemitteilung

München, Nymphenburger Schlosspark

Neue Bäume an historischen Standorten

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen bereitet gegenwärtig an verschiedenen Stellen des Schlossparks Nymphenburg die Pflanzung neuer Bäume vor. Hierzu gehören auch mehrere Bäume von besonderer gestalterischer Bedeutung, die das Erscheinungsbild der Parkanlage zur Zeit von Friedrich Ludwig von Sckell wesentlich mitbestimmten. Sckell hatte zwischen 1804 und 1823 im Auftrag von König Max I. den barocken Schlosspark in einen Landschaftsgarten klassischer Prägung umgestaltet.

Die gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen im Schlosspark Nymphenburg basieren auf dem überkommenen Bestand im Gelände und einem historischen Aufmaß aus dem Jahre 1832. Es zeigt auf der Platzfläche westlich der Badenburg vier großkronige Laubbäume. Die Auswertung von Fotodokumenten aus den 1950er und 1960er Jahren hat ergeben, dass es sich dabei um Linden handelte. Im April 2003 soll eine dieser Linden nun wieder an ihrem originären Standort gepflanzt werden.

Auf der benachbarten Wiesenfläche zwischen Großem See und der im vergangenen Winter von Gehölzbewuchs wieder freigelegten Bodenmodellierung im Löwental standen ursprünglich zwölf Bäume in hainartiger Anordnung. Um die genauen Standorte zu ermitteln, wird das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Abt. Bodendenkmalpflege, in den nächsten Tagen engbegrenzte Suchgrabungen durchführen.

Diese archäologischen Untersuchungen werden unter Leitung eines erfahrenen Grabungstechnikers des Denkmalamtes durchgeführt. Die Arbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Danach ist die Pflanzung der Bäume durch die Schloss- und Gartenverwaltung Nymphenburg vorgesehen.

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen verfolgt seit mehreren Jahren das Ziel, schrittweise relevante gestalterische Details des Schlosspark Nymphenburg wiederzugewinnen und dadurch den Bildungs-, Erlebnis- und Erholungswert des historischen Gartenkunstwerks in authentischer Weise zu erhöhen und langfristig zu erhalten.

 

Weitere Informationen und kostenlose Pressefotos erhalten Sie bei:
Claudia Albrecht, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 3. April 2003

| nach oben |