1. Dezember 2004

Pressemitteilung

Nach Insektenplage – Frauenwörth auf der Fraueninsel holzwurmfrei

Schädlinge mit kontrollierten Wärme bekämpft – Kirche für Besucher wieder offen

Die Kirche der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee ist wieder holzwurmfrei. Nach einer mehrwöchigen Schädlingsbekämpfung können nun die Besucher wieder die vor rund 1200 Jahren gegründete Kirche besuchen. Die Bayerische Schlösserverwaltung rettete in Zusammenarbeit mit der Firma IRT Lippstadt den 12,5 Meter hohen und sieben Meter breiten Hochaltar sowie das gesamte Kirchengestühl mit seinen 100 Kirchenbänken vor den holzschädigenden Insekten. Behandelt wurde auch die kleine Marie Mitleidskapelle in der Kirche mitsamt ihrem vier Meter hohen Barockaltar sowie zwei Votivschränke und zwei Beichtstühle.

Das befallene Mobiliar und der Hochaltar wurden zunächst luftdicht mit Folie und zehn Zentimeter dicken Isoliermaterial verhüllt. In diesen hermetisch abgeschlossenen Räumen erhöhten IRT-Mitarbeiter und Restauratoren der Schlösserverwaltung mit Hilfe von Aggregaten langsam die Temperatur. Bei 55 Grad und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sterben dann alle Schädlinge in jedem Entwicklungsstadium, ohne dass die wertvollen Objekte Schaden nehmen. Durch dieses seit Jahren erprobte und umweltverträgliche Verfahren sind Möbel und Inventar für die kommenden 15 Jahre von Holzwürmern befreit. IRT (Innovative Restaurierungstechnik) ist eine von nur drei Firmen, die europaweit diese Dienste anbieten. Das Warmluftverfahren setzte IRT für die Schlösserverwaltung ebenso erfolgreich in einem Bayreuther Schlossflügel ein. Auch das Textildepot der Tapezierer in der Residenz München wurde so von Motten befreit.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de

Weitere Informationen: www.irt-lippstadt.de


Pressemitteilung 1. Dezember 2004

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