1. Juni 2005

Pressemitteilung

Neuer Amtlicher Führer für die Residenz Ansbach

170-seitiges Werk der Schlösserverwaltung umfasst auch den Hofgarten und die Orangerie

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen gibt den Amtlichen Führer "Residenz Ansbach mit Hofgarten und Orangerie" in einer vollständig neu bearbeiteten Fassung heraus. Das über 170 Seiten umfassende Werk im handlichen Format ist in den Museumsläden der Schlösserverwaltung, im Buchhandel sowie in der neuen Online-Buchhandlung für 4,- Euro erhältlich (ISBN 3-932982-58-4).

Neu bearbeitet hat das Buch der zuständige Museumsreferent der Schlösserverwaltung, Dr. Christoph Graf Pfeil.

Mehr als 70 überwiegend farbige und neu fotografierte Detail- und Gesamtaufnahmen illustrieren den Text zur Residenzanlage. Neben Ansichten der Museumsräume ist das Werk mit stilvollen Fotos von der bedeutenden Orangerie bebildert. Ein Gartenplan und Grundrisse der Schlossanlage erleichtern zudem die Orientierung.

Das Buch geht zunächst auf die rund fünfhundertjährige Baugeschichte der Residenz ein und beschreibt dann detailliert in eigenen Kapiteln die Außenfronten, den Schlosshof, das Vestibül, das Haupttreppenhaus und die gotische Halle im Wandel der Zeit. Der Hauptteil führt den Leser mit Hilfe eines Rundgangs durch die Staatsappartements im ersten Obergeschoss. Ausführlich besprochen werden neben dem Staatsappartement des Markgrafen auch das der Markgräfin sowie das Gästeappartement. Hofgarten und Orangerie ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das sich mit der Ansbacher Gartentradition beschäftigt. Dieser Teil des Amtlichen Führers wurde vom langjährigen Vorstand der Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach, Herrn Bernd Ringholz, überarbeitet.

Die Residenz Ansbach

Die Residenz entwickelte sich aus einer spätmittelalterlichen Anlage. In der Gotischen Halle der Residenz Ansbach befindet sich heute eine bedeutende Sammlung Ansbacher Fayencen und Porzellane. Ihre jetzige Gestalt erhielt die Residenz im 18. Jahrhundert durch Gabriel di Gabrieli und Karl Friedrich von Zocha. Leopold Retti schuf die Innenausstattung des frühen Rokoko.

Sehenswert sind auch das Deckenfresko des Festsaals von Carlo Carlone, die Gemäldegalerie mit Werken des Rokoko und Gemälden aus der ehemals markgräflichen Galerie (Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen) sowie die Sammlung Meißener Porzellane im Spiegelkabinett.

Öffnungszeiten:
April-September: 9-18 Uhr, Oktober-März: 10-16 Uhr, Montags geschlossen

Führungen:
stündliche Führungen (Dauer ca. 50 Minuten); letzte Führung: April-September 17 Uhr; Oktober-März 15 Uhr

Eintrittspreise:
4,- Euro regulär / 3,- Euro ermäßigt

Ansbacher Hofgarten mit Orangerie

Zur Residenz gehört ein Hofgarten mit Orangerie, der jedoch seit jeher durch vorhandene Bauten vom Schloss getrennt war. Von 1726 bis 1743 wurde eine Orangerie errichtet mit einem vorgelagerten Parterre. Parallel zur Gebäudefront verläuft die von zwei doppelreihigen Lindenhochhecken gebildete Hauptachse.

Die Frühjahrs- und Sommerblumenbepflanzung im Parterre wird in Anlehnung an barocke Musterbücher in artenreicher Anordnung gezeigt. Das von der Orangerie im Sommer präsentierte Sortiment von Kübelpflanzen besteht aus Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- sowie Erdbeerbäumen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise zerstörte Garten ständig seinem historischen Vorbild angenähert. So wurden beispielsweise die beiden seitlich angeordneten Lindensäle und die außen liegenden Alleen neu gepflanzt.

Denkmale und Gedenktafeln erinnern an den Botaniker Leonhart Fuchs, an den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff und an das 1833 im Hofgarten ermordete Findelkind Caspar Hauser. Zum 500. Geburtstag von Leonhart Fuchs wurde im Jahr 2001 ein vielfältiger und interessanter Heilkräutergarten angelegt, in dem auch das 2002 fertiggestellte moderne Zitrushaus steht.

 

Presse-Informationen:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 1. Juni 2005

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