8. Juli 2005

Pressemitteilung

Meyer: Sanierungsarbeiten im Alten Schloss Eremitage Bayreuth gestartet

Die Bauarbeiten für eine grundlegende Sanierung der Gebäudesubstanz und eine Restaurierung der Schauräume im Alten Schloss im Schlossbesitz Eremitage Bayreuth haben begonnen. Zum Start der Baumaßnahmen informierte sich Finanzstaatssekretär Franz Meyer im Rahmen einer Ortsbesichtigung am Freitag (8.7.) mit Baufachleuten über die anstehenden Arbeiten. Die Kosten der vom Bayerischen Landtag gebilligten Baumaßnahme belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Das Staatliche Hochbauamt Bayreuth führt die Bauarbeiten durch.

Nach den bereits laufenden Sanierungsarbeiten am Neuen Schloss wird nun, wie Meyer informierte, auch das Alte Schloss restauriert. Mit der Fertigstellung der Bauarbeiten im Neuen Schloss wird im kommenden Jahr gerechnet. Die Kosten für die Renovierung im Neuen Schloss belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten werde der Besuch des wunderschönen Schlossbesitzes noch lohnenswerter, stellte Meyer fest. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 25.000 Besucher in das Alte Schloss.

Die staatlichen Schlösser, Burgen, Residenzen und Parkanlagen erfreuten sich großer Beliebtheit. Fast 4,8 Millionen Besucher kamen im vergangen Jahr in die von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreuten Objekte. Die Schlösserverwaltung unternehme, wie Meyer hervorhob, große Anstrengungen, "mit dem Erhalt dieses einzigartigen kulturhistorischen Erbes der Verpflichtung Bayerns als Kulturstaat gerecht zu werden und gleichzeitig die bayerischen Schlösser mit noch mehr Leben zu erfüllen und sich den Gästen aus aller Welt eindrucksvoll zu präsentieren".

Das Alte Schloss in der Eremitage ließ Markgraf Georg Wilhelm 1715 als Mittelpunkt einer höfischen Einsiedelei im Hofgarten Eremitage errichten. Markgraf Friedrich machte dann 1735 seiner Gemahlin Wilhelmine das Terrain zum Geschenk. Markgräfin Wilhelmine (1709-1758), eine Schwester des Preußenkönigs Friedrich des Großen, erweiterte in der Folge den Bau zu einem heiteren Sommerschlösschen mit prunkvoller Innenausstattung. Durch erste Anbauten an den Nordflügel entstanden gleichzeitig neue, in sich abgeschlossene Gartenquartiere. Besondere Attraktionen im Schloss sind das Japanische Kabinett, das Musikzimmer und das Chinesische Spiegelkabinett, in dem Wilhelmine ihre berühmten Memoiren schrieb.

Die Innenausstattung besticht in erster Linie durch die Kostbarkeit der Details und die symbolische Bedeutung. So gilt zum Beispiel das eindrucksvolle Japanische Kabinett als Raumkunstwerk von hohem künstlerischem Rang. Es ist vollständig mit Lackpaneelen verkleidet, die das Leben an einem Asiatischen Hof zeigen – ein idealisiertes Abbild des Bayreuther Hoflebens, wie es Wilhelmine anstrebte. Infolge der kunstsinnigen und prägenden Handschrift von Markgräfin Wilhelmine sind heute das Alte Schloss und der Hofgarten der Eremitage eines der bemerkenswertesten Parkensembles des 18. Jahrhunderts in Deutschland.

 

Pressemitteilung 176/2005
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Pressemitteilung 8. Juli 2005

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