27. Juli 2005

Pressemitteilung

Faltlhauser begrüßte 50-millionsten Besucher im Schloss Neuschwanstein

Bild: Irene Bauer und Wolfgang Petereder Als 50-millionsten Besucher begrüßte Finanzminister Kurt Faltlhauser am Mittwoch (27.07.) im Schloss Neuschwanstein Irene Bauer aus Braunau am Inn in Österreich. Der Minister überreichte dem Jubiläumsgast als Präsent die Jahreskarte der Bayerischen Schlösserverwaltung, einen Gutschein für einen Besuch des Ludwig² Musicals in der Königsloge inklusive 3-Gänge-Menü und einen Übernachtungsgutschein für das Kurhotel Filser in Füssen.

Schloss Neuschwanstein ist mit jährlich 1,2 Millionen Gästen der unangefochtene Besuchermagnet der Bayerischen Schlösserverwaltung. Insgesamt besichtigen fast 4,8 Millionen Besucher die Schlösser, Burgen und Residenzen der Schlösserverwaltung.

Die aktuelle Besucherentwicklung in Schloss Neuschwanstein – einem Gradmesser des Tourismus in Deutschland – zeigt nach dem Besucherplus des vergangenen Jahres von 3,7 Prozent wiederum einen Anstieg der Besucherzahlen von derzeit knapp 3 Prozent!

Der Freistaat Bayern konnte im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Euro an Einnahmen in Schloss Neuschwanstein verbuchen. Aus den drei Königsschlössern Herrenchiemsee, Linderhof und Neuschwanstein stammen insgesamt rund 11 Millionen Euro Einnahmen. Bezogen auf die Gesamteinnahmen der Eintrittsgelder stellt dies einen Anteil von gut 66 Prozent dar.

In den letzten Jahren wurden erhebliche Mittel speziell in Neuschwanstein für die Verlagerung des Kartenverkaufs in ein neues modernes Kassenzentrum unterhalb des Schlosses investiert. Ein EDV-gestütztes Kassensystem vergibt mit dem Kauf einer Eintrittskarte feste Einlass- und Führungszeiten und sorgt damit für einen reibungslosen Ablauf. Außerdem können die Eintrittskarten inzwischen – auch bequem per Internet – reserviert oder bis zu einem Tag im Voraus unter www.ticket-center-hohenschwangau.de gebucht werden. Die langen Warteschlangen früherer Tage gehören damit der Vergangenheit an.

Seit fünf Jahren bietet die Bayerische Schlösserverwaltung einen besonderen Service an: Sonderführungen in Neuschwanstein für Rollstuhlfahrer und Gehwagenbenutzer. Jeden Mittwoch können Rollstuhlfahrer außerhalb der Öffnungszeiten das Königsschloss besuchen. Von Oktober bis März beginnen die Sonderführungen um 16.00 Uhr von April bis September um 18.00 Uhr. Da die Führungen sehr gefragt sind, müssen sich die Teilnehmer anmelden: Montag bis Donnertag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr unter Telefon (0 83 62) 9 39 88-0 oder Fax (0 83 62) 9 39 88-19. Die Sonderführung ist auf fünf Rollstuhlfahrer und fünf Begleitpersonen beschränkt.

Schloss Neuschwanstein wurde – wie auch die anderen Königsschlösser – am 01. August 1886 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Allein während des ersten Öffnungszeitraums bis 30. September 1886 besuchten rund 18 000 Menschen das Schloss. Im Jahr 1939 kamen beispielsweise etwa 290 000 Besucher. Die Millionengrenze wurde erstmals 1980 überschritten. Spitzenjahr in der langjährigen Besucherstatistik des Schlosses war das Jahr 1990 mit über 1,4 Millionen Besuchern.

Die Planung des Schlosses lag in den Händen von Eduard Riedel, dessen Ideen von dem Bühnenmaler Christian Jank in dekorativen Prospekten veranschaulicht wurden. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. September 1869. Ab 1874 war dann Georg Dollmann für das Bauvorhaben verantwortlich. Die Innenausstattung des Palas konnte bis zum Jahr 1886, dem Todesjahr König Ludwig II., im dritten und vierten Stock mit Wohnung, Thronsaal und Sängersaal weitgehend vollendet werden. Das malerische Programm war von dem Kunst- und Literaturhistoriker Hyazinth Holland betreut worden. In den Jahren 1886 bis 1892 brachte schließlich Julius Hoffmann das Bauvorhaben zum Abschluss.


Pressemitteilung 204/2005
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Pressemitteilung 27. Juli 2005

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