22. April 2005

Pressemitteilung

Faltlhauser: Barockjuwel in Veitshöchheim erstrahlt wieder in vollem Glanz!

"Ein echtes Juwel erstrahlt wieder in Schönheit und Glanz! Nach der umfangreichen Restaurierung zeigt sich das barocke Schloss Veitshöchheim mit seinem berühmten Garten den Besuchern wieder in seiner vollen Pracht", stellte Finanzminister Kurt Faltlhauser bei der Wiedereröffnung von Schloss und Garten Veitshöchheim am Freitag (22.4.) fest.

"Veitshöchheim hat es mehr als verdient, dass seine Schätze bewahrt und präsentiert werden. Besonders stolz bin ich, dass wir die phänomenalen 200 Jahre alten Tapeten und die unersetzbare Rokoko-Wandbespannung im Fürstbischöflichen Wohnzimmer retten konnten. Sehr gut gelungen ist auch die Rekonstruktion der schönen Stuckdecke im Obergeschoss. Zusammen mit den bewundernswerten reichen Möbeln und der wunderschönen Gartenanlage, dem einzigen erhaltenen Rokokogarten in Deutschland, ist Veitshöchheim ein ganz besonderes Schmuckstück der Schlösserverwaltung: Ein wahrlich bezauberndes Sommerschloss", erklärte Faltlhauser.

Rund vier Millionen Euro investierte der Freistaat für die umfangreiche fachkundige und aufwändige Restaurierung des Schlosses, der Gartenanlagen und des Mobiliars. "Dieser Kraftakt wurde nur durch den Einsatz von Privatisierungserlösen des Staates möglich", betonte Faltlhauser.

Während des Sommerhalbjahres kann das Schloss jetzt wieder mit einer Schlossführung besichtigt werden; Gartensaal und Treppenhaus können darüber hinaus auch für kulturelle und festliche Veranstaltungen angemietet werden. Neu eingerichtet werden konnte eine Dauerausstellung zur Geschichte des Veitshöchheimer Hofgartens im Erdgeschoss des Schlosses, vergleichbar mit den bestehenden Ausstellungen in den Schlössern Schönbusch und Nymphenburg. "Mit diesem neuen Serviceangebot kommen wir dem gewachsenen Bedürfnis der Besucher nach mehr Information über die bedeutenden Gartendenkmale in Bayern entgegen", hob Faltlhauser hervor.

Mit den aus Privatisierungserlösen finanzierten Baumaßnahmen konnten nicht nur das Schlossgebäude instand gesetzt, die gesamte "wandfeste" Ausstattung restauriert, zeitgemäße Besuchereinrichtungen geschaffen und ein Gartenmuseum eingerichtet werden, sondern darüber hinaus auch noch das Gartenparterre um das Schloss nach historischen Gartenplänen wiederhergestellt werden.

Schloss Veitshöchheim wurde 1680 bis 1682 als "Sommer- oder Lusthaus" unter Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach erbaut und bereits um 1691/92 um zwei Anbauten erweitert. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzte die Umwandlung der südlich des Schlosses gelegenen Fasanerie in einen repräsentativen Garten ein. Durch die von Balthasar Neumann 1753 angesetzten Seitenflügel wandelte sich das Schlösschen unter Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau zur fürstbischöflichen Sommerresidenz.

1806 bis 1814 war das Schloss in den Sommermonaten von Großherzog Ferdinand von Toskana bewohnt, der in dieser Zeit in Würzburg residierte. Seit 1814 ist das Schloss im Besitz der Bayerischen Krone und wurde im 19. Jahrhundert von der königlichen Familie ebenfalls als Sommerschloss genutzt. Erst durch die Restaurierung von 1931/32 wurden alle Räume des Obergeschosses wieder als historische Schauräume ausgestattet und das Schloss der Öffentlichkeit als Museum zugänglich.

Das restaurierte Schloss Veitshöchheim mit seinem berühmten Rokokogarten ist nun wieder bis Ende Oktober jeweils dienstags mit sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Pressemitteilung 092/2005
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Pressemitteilung 22. April 2005

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