21. November 2006

Pressemitteilung

Exter auf Reisen – Bilder des Farbenfürsten in Speyer zu sehen

Rund 100 Exter-Werke der Schlösserverwaltung als Leihgabe in einer großen Sonderausstellung

Rund 100 Bilder des Malers Julius Exter gehen ab Anfang Dezember auf Reisen von München Richtung Speyer. Dort zeigen das Historische Museum der Pfalz in Speyer und die Bayerische Schlösserverwaltung erstmals in der Pfalz das Gesamtwerk des so genannten Farbenfürsten Julius Exter. Vom 17. Dezember 2006 bis 18. März 2007 sind in der Ausstellung "Julius Exter" figürliche Kompositionen, großformatige Triptychen, Bildnisse und vor allem Exters grandiose Freilichtmalerei mit Landschaftsmotiven und weiblichen Akten zu sehen – darunter viele bislang unbekannte oder noch nie gezeigte Werke. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

"In der Pfalz sind die Arbeiten des gebürtigen Pfälzers noch weitgehend unbekannt", betont Kunsthistoriker und Exter-Experte, Elmar D. Schmid, von der Schlösserverwaltung, der die Ausstellung konzipiert hat. Seinen Worten zufolge präsentiert die Retrospektive umfassend und eindrucksvoll die verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers. Vor allem auch großformatige Arbeiten wurden vom Restaurierungszentrum der Schlösserverwaltung in München und vom Historischen Museum der Pfalz in Speyer für die Ausstellung restauriert. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation mit über 170 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen.

Im Augustiner-Chorherrenstift auf der Herreninsel im Chiemsee sind von Frühjahr bis zum Herbst in der Gemäldegalerie Julius Exter rund 100 Bilder des Malers zu sehen. Das Museum ist von April bis 3. Oktober von 9 bis 18 Uhr und von 4. bis 31. Oktober von 10 bis 17.45 Uhr geöffnet. Von November bis März ist die Gemäldegalerie geschlossen. (www.herrenchiemsee.de)

Julius Exter (1863-1939) war Mitbegründer der "Münchner Secession", einer Vereinigung von avantgardistischen Malern. 1863 in Ludwigshafen am Rhein geboren, wird der Pfälzer einer der bedeutendsten Maler der Prinzregentenzeit. 1894 schließt er sich der progressiven "Freien Vereinigung Münchner Künstler" an.

1902 erwarb er das historische "Stricker"-Anwesen in Übersee-Feldwies am Chiemsee, baute es zum Künstlersitz mit Malschule um und ließ sich 1917 endgültig dort nieder. Hier entsteht sein unverwechselbarer, das weitere Schaffen bestimmender Stil: Die von vitaler Farbenpracht gekennzeichneten Bilder, darunter viele Landschaftsgemälde, entwickeln sich vom Symbolismus und Neoimpressionismus zum Expressionismus. Studierzimmer und Atelier des Malers dienen heute der ständigen Präsentation seiner Gemälde.

Die Bayerische Schlösserverwaltung betreut den Nachlass des Künstlers.

 

Presse-Informationen:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 21. November 2006

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