5. April 2006

Pressemitteilung

Storchenpaar von Höchstädt brütet bereits

Wenige Tage nach Start der Sommersaison legte das Vogelpaar die ersten Eier

Wenige Tage nach Eröffnung von Schloss Höchstädt zur Sommersaison hat das Storchenpaar seine ersten Eier gelegt. Die Vögel, die seit 11 Jahren auf dem Schlossturm nisten, haben momentan zwei Eier im Nest – bis zu fünf können es in den kommenden Tagen noch werden. Die kleinen Störche schlüpfen rund 32 Tage später, das heißt für Anfang Mai wird der gefiederte Nachwuchs erwartet. Über eine Live-Kamera kann das Storchenpaar im Multimediaraum im Schloss aus der Nähe beobachtet werden.

Seit April hat die Bayerische Schlösserverwaltung Schloss Höchstädt wieder täglich außer montags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Zu sehen ist neben der im vergangenen Jahr eröffneten Dauerausstellung "Brennpunkt Europas 1704. Die Schlacht von Höchstädt – The Battle of Blenheim" auch eine Vorschau auf das geplante "Museum deutscher Fayencen". In drei Räumen wird eine Auswahl südwestdeutscher Fayence-Manufakturen des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert.

Im Erdgeschoss des Schlosses zeigt der Bezirk Schwaben ab dem 30. April bis zum 28. Mai in den ehemaligen Räumen von Küche und Bad die neue Ausstellung "Zeitgenössische Kunst aus der Mayenne". Ab dem 24. Juni steht alles im Zeichen von Zinnfiguren: Die Zinnfigurenausstellung "Prachtstücke" (bis zum 15. April) zeigt mehr als 10.000 Ausstellungsstücke aus Zinn. An jedem dritten Sonntag im Monat kann ab 14 Uhr die Zinnwerkstatt besucht werden. Am 12. und 13. August findet in Schloss eine Zinnfigurenbörse statt.

Schloss Höchstädt an der Donau

Schloss Höchstädt an der oberen Donau ist eines der herausragenden Denkmäler des ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg. Seine Entstehung verdankt die Vierflügelanlage mit den runden Ecktürmen der Eheschließung des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg mit der Herzogstochter Anna von Jülich-Kleve-Berg 1574. Im Heiratsvertrag verpflichtete sich der Pfalzgraf, für einen angemessenen Witwensitz zu sorgen.

1589 bis 1602 errichteten Graubündner Maurer nach Entwürfen von Lienhart Grieneisen einen Neubau in den Formen der Spätrenaissance, in den der gotische Turm der Vorgängerburg integriert wurde. Herzogin Anna lebte 1616 bis 1632 als Witwe in Höchstädt. Während ihr Sohn Wolfgang Wilhelm aus politischen Gründen in Neuburg die Gegenreformation durchführte, hielt sie hier am evangelischen Glauben fest. Davon zeugt noch die Ausmalung des Gewölbes der Schlosskapelle, die zu den schönsten Zeugnissen des süddeutschen Protestantismus vor der Gegenreformation gehört. Danach diente das Schloss nur noch untergeordneten Zwecken. Daher blieb aber viel von der ursprünglichen Erscheinung eines Fürstensitzes der Spätrenaissance erhalten.

Das Schloss wurde 1979 vom Freistaat Bayern erworben, um die bedeutende Anlage der Renaissance zu erhalten und kulturell zu nutzen. Die Sanierung des Schlosses kostete rund 30 Millionen Euro.

Schloss Höchstädt

Herzogin-Anna-Straße 52, 89420 Höchstädt/Donau
Telefon (0 90 74) 95 85 - 712, Fax (0 90 74) 95 85 - 791
www.europa1704.de

Informationen

Schlossverwaltung Neuburg, Residenzstraße 2
86633 Neuburg
Telefon (0 84 31) 64 43 - 0, Fax (0 84 31) 64 43 - 44
svneuburg@bsv.bayern.de

Öffnungszeiten

April - September: 9-18 Uhr, Oktober - März: 10-16 Uhr
Montags geschlossen

Führungen

Sonntags 15 Uhr; Gruppenführungen nach Voranmeldung in Schloss Höchstädt
Besichtigung für Rollstuhlfahrer möglich

Verkehrsmittel

DB bis Höchstädt, 10 Gehminuten

 

Presse-Informationen:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 5. April 2006

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