15. Februar 2006

Pressemitteilung

Neue Pächterfamilie für die Berggaststätte am Schachen

Für die Berggaststätte auf der Schachenalpe gibt es neue Pächter. Familie Leitenbauer aus Farchant (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) übernimmt den Pachtbetrieb auf über 1800 Metern. Der Pachtvertrag ist jetzt von der Bayerischen Schlösserverwaltung und den neuen Pächtern unterschrieben worden.

"Wir freuen uns sehr, dass Familie Leitenbauer das Schachenhaus übernimmt", sagt die Leiterin der Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof, Sigrid Stache. Überzeugt habe vor allem ihr Konzept der Bewirtschaftung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus der Region. Es sollen hausgemachte Kuchen und Selbstgekochtes auf den Tisch der Wanderer kommen.

Traumjob in luftiger Höhe

"Das ist der absolute Traum für uns", betont die gelernte Hauswirtschafterin Marianne Leitenbauer. Sie habe schon immer davon geträumt, mit der ganzen Familie eine Bergwirtschaft zu betreiben. Von den fünf Leitenbauers will vor allem sie mit ihren beiden Söhnen Andreas (Metzger, 20 Jahre alt) und Johannes (Bäcker, 19 Jahre alt) die Sommermonate auf dem Schachen verbringen. Vater Andreas ist Bankkaufmann und Hobbylandwirt. Er wird wegen seiner Arbeitsstelle als Marktbereichsleiter im Ammertal bei der Kreissparkasse in Oberammergau hauptsächlich an den Wochenenden mit anpacken. Auch die zehnjährige Stefanie will viel Zeit auf dem Schachen verbringen.

Die Gaststätte auf der Schachenalpe in unmittelbarer Nähe des Königshauses von Ludwig II. verfügt über 70 Sitzplätze. Im Unterkunftshaus gibt es für rund 70 Wanderer Betten und Matratzenlager. Reservierung nimmt Familie Leitenbauer bereits jetzt schon unter den gewohnten "Schachen-Telefonnummern" 01 72-8 76 88 68 oder 0 88 21-29 96 entgegen.

Im Herbst 2005 verließen die langjährigen Pächter Ludwig und Waltraud Reiser das Schachenhaus. Sie bewirtschafteten 24 Sommer lang die Meilerhütte unter der Dreitorspitze und die letzten zwölf Sommer die Schachen-Berggaststätte. Rund 20 Bewerber aus Deutschland und Österreich wollten neben Familie Leitenbauer die Berggaststätte übernehmen.

Königshaus und Berggaststätte voraussichtlich ab Anfang Juni geöffnet

Nach der Winterpause sollen Königshaus und Berggaststätte Anfang Juni 2006 wiedereröffnen. Dann können Gäste den auf 1866 Meter im Werdenfelser Land gelegenen Zufluchtsort König Ludwigs II. wieder während der täglich stattfindenden Führungen der Schlösserverwaltung besuchen.

Das Königshaus am Schachen

Das von 1869 bis 1872 nach Plänen von Georg Dollmann auf der Schachenalpe bei Garmisch-Partenkirchen erbaute Königshaus diente König Ludwigs II. als Refugium bei seinen Aufenthalten im Gebirge. Das Schlösschen ist als Ständerbau im Schweizer Chaletstil aus Holz errichtet. Im Obergeschoss befindet sich ein orientalischer Prunkraum, der so genannte Türkische Saal, den der König mit farbigen Glasfenstern, Pfauenfedern, Springbrunnen und opulent bestickten Textilien schmücken ließ.

 

Presse-Informationen:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 15. Februar 2006

| nach oben |