30. Oktober 2007

Pressemitteilung

Huber: Wiederaufbau des Pompejanums in Aschaffenburg vor dem Abschluss

"Der Wiederaufbau des Pompejanums in Aschaffenburg steht vor seinem Abschluss: Mit der Restaurierung des "Zimmers der Hausfrau" wird der einzigartige Nachbau eines römischen Hauses zudem um eine Attraktion reicher. Der Startschuss für die Arbeiten fällt noch in diesem Jahr", teilte Finanzminister Erwin Huber am Dienstag (30.10.) zur Erweiterung des Zweigmuseums der staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek mit.

Die Bayerische Schlösserverwaltung wird das im Krieg beschädigte "Zimmer der Hausfrau", das repräsentativste Zimmer im Obergeschoss des Pompejanums, restaurieren und für eine museale Ausstattung herrichten. Die Kosten der gesamten Baumaßnahme in Höhe von rund 90.000 Euro werden aus den Bauunterhaltsmitteln der Bayerischen Schlösserverwaltung finanziert, kündigte Huber an und zeigte sich zufrieden, dass mit dem Ausbau eine optimale Lösung für zusätzliche Ausstellungsflächen der staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek gefunden wurde.

Das Pompejanum am Hochufer des Mains in Aschaffenburg wurde im Auftrag von König Ludwig I. in den Jahren 1840 bis 1848 durch den Architekten Friedrich von Gärtner als weitgehend getreue Nachbildung eines römischen Wohnhauses in der antiken Stadt Pompeji errichtet. Mit diesem Anschauungsobjekt sollte den Kunstliebhabern das Studium der antiken Kultur ermöglicht werden. Im Streben nach Originaltreue wollte der König auch jeden einzelnen Raum mit entsprechenden Möbeln ausstatten lassen. So wurden in der Küche neben originalen, antiken Weinamphoren auch exakte Nachbildungen antiker Küchengeräte und in anderen Räumen Nachgüsse antiker Bronzekandelaber aufgestellt. Die ursprünglich vorgesehene, weitergehende Ausstattung mit Kopien antiker Möbel konnte Ludwig I. jedoch nicht mehr durchführen.

Nachdem das Pompejanum im 2. Weltkrieg beschädigt wurde, konnte es seit 1960 in mehreren Phasen wieder restauriert werden. Um das Pompejanum lebendig und attraktiv zu machen, sei nach den Worten Hubers ein Ausstattungskonzept entwickelt worden, das über Ludwigs Intentionen hinausgehe. Dem Besucher würden heute neben Handmalereien und Mosaiken über 200 originale Bildwerke und Ausstattungsgegenstände der Antike aus Beständen der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek gezeigt.

 

Pressemitteilung 277/2007
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Pressemitteilung 30. Oktober 2007

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