19. Juni 2007

Pressemitteilung

Schlösserverwaltung legt neue Untersuchungen zum Michelsberg in Kelheim vor

Die Bayerische Schlösserverwaltung übergibt heute im Landratsamt Kelheim eine 50 Text- und Bildseiten umfassende Dokumentation zur "Entwicklung der Vegetation auf dem Michelsberg im 19. Jahrhundert" an Landrat Dr. Hubert Faltermeier.

Gartendirektor Rainer Herzog von der Bayerischen Schlösserverwaltung erläutert hierzu: "In dieser umfangreichen Dokumentation weisen wir anhand historischer Unterlagen nach, dass es der Wille von König Ludwig I. war, die Befreiungshalle nicht oberhalb von kahlen Hängen, sondern auf einem mit Eichen und Buchen bewachsenen Berg erscheinen zu lassen. Die Bepflanzung des Kelheimer Michelsberges begann bereits 1853 noch während des Baus der Befreiungshalle und wurde verstärkt ab 1865 verwirklicht".

Die Dokumentation der Bayerischen Schlösserverwaltung bildet die Grundlage für ein langfristiges Pflege- und Gestaltungskonzept für den Gehölzbestand des Michelsberges. Dieses Konzept wird bis zum Herbst 2007 mit den beteiligten Fachstellen (Regierung von Niederbayern – Höhere Naturschutzbehörde, Amt für Landwirtschaft und Forsten, Forstbetrieb Kelheim, Landratsamt Kelheim – Untere Naturschutzbehörde und Landschaftspflegeverein VöF) eingehend abgestimmt.

Hintergrund ist eine 2006 in Kelheim öffentlich geführte Diskussion, die zum Ziel hatte, die Befreiungshalle vollständig von ihrem Bewuchs zu befreien und dadurch besser sichtbar zu machen. Damals wurde die komplette Abholzung der stadtseitigen Hänge des Michelsberges ins Gespräch gebracht, ohne die ursprüngliche Gestaltungsidee des Bauherrn zu kennen und zu berücksichtigen. König Ludwig I. ließ die Befreiungshalle zwischen 1842 und 1863 aus seinem Privatvermögen errichten.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 19. Juni 2007

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