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30. November 2007

Pressemitteilung

Die Turmuhr von Schloss Neuburg schlägt wieder

Die fünfmonatigen Arbeiten kosteten die Schlösserverwaltung fast 50.000 Euro

Schloss Neuburg an der Donau ist um eine Attraktion reicher. Die erneuerte Turmuhr am Dachreiter auf dem Südflügel des Schlosses zeigt am Freitag (30. November) ab 12 Uhr wieder die richtige Uhrzeit an. Nach gut fünfmonatigen Arbeiten erklingen nun wieder viertelstündlich die Glocken. Die Arbeiten am Uhrturm kosteten rund 48.000 Euro.

Anlass für die Erneuerung der Uhr waren die Herbst- und Winterstürme der vergangenen Jahre, die der betagten Holzkonstruktion des Türmchens, die wohl noch aus der Barockzeit stammt, und der Verblechung zugesetzt hatten. Ein Zimmermann ersetzte einige morsche Holzbauteile. Auch die Verblechungen und Anstriche waren reparaturbedürftig. Zu diesem Zweck hatte das Staatliche Bauamt Ingolstadt im Auftrag der Bayerischen Schlösserverwaltung in den vergangenen Monaten ein Arbeitsgerüst an der Fassade zum Schlosshof und rund um den Dachreiter aufstellen lassen.

Von dieser sicheren Plattform aus konnte man auch die drei Skelettzifferblätter der Uhr genau begutachten. Die Zifferblätter und die Zeiger aus Kupferblech waren bereits stark von Korrosion geschädigt. Zudem war die Aufhängung der Glocken labil geworden. Nach Begutachtung durch einen erfahrenen Metallrestaurator der Schlösserverwaltung wurde entschieden, die Ziffern und Zeiger in handgetriebenem Kupferblech nach der historischen Vorlage zu ersetzen. Die Zeigerwerke wurden zerlegt, gereinigt und teilweise erneuert.

Das Uhrwerk selbst war nicht mehr historisch. Die elektromechanische Uhr stammte aus den 1950er-Jahren. Sie wurde durch ein quarz- bzw. funkgesteuertes, wartungsfreies Uhrwerk mit Viertelstundenschlag einer renommierten Regensburger Firma ersetzt, die alle Arbeiten an der Uhr ausführte.

Von den rund 48.000 Euro, die für die Unterhaltsarbeiten am Uhrturm aufgewendet werden mussten, entfällt eine erheblicher Anteil auf die notwendige Gerüsterstellung und die Instandsetzung von Uhr und Schlagwerk.

Zuletzt war im Juni 2006 das neugestaltete Museum "Das Fürstentum Pfalz-Neuburg" im Ostflügel wiedereröffnet worden. Nach Abschluss der großen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre zur Sanierung und zum Ausbau des Residenzschlosses, bei denen der Freistaat insgesamt rund 26 Millionen Euro investiert hatte, werden im Bauunterhalt derzeit jährlich etwa 150.000 Euro für die Instandhaltung ausgegeben.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 30. November 2007

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