17. März 2008

Pressemitteilung

Münchner Sonnendiebe im Englischen Garten

Alte Tradition neu belebt: Ab Karfreitag können Sonnenhungrige wieder Liegestühle mieten

Im Englischen Garten wird ab Karfreitag eine alte Tradition wiederbelebt: Sogenannte Sonnendiebe vermieten auf den Wiesen zwischen Milchhäusl (Eingang Veterinärstraße) und Schwabinger Bach 100 grüne Liegestühle. Bis Oktober können Sonnenhungrige bei schönem Wetter täglich ab 11 Uhr für drei Euro die Stunde den Englischen Garten im Liegestuhl genießen. Damit sich die Sonnenanbeter richtig wohlfühlen, gibt es zudem wärmende Decken, Fußstützen, Zeitungen und eine Bücherauswahl. Kinderliegestühle werden gratis verliehen.

Hinter den Münchner Sonnendieben stecken Beate Tschakert und Karl Braunger : "Uns haben die Leih-Liegestühle in den vielen Londoner Parks so gefallen, dass wir diese Idee unbedingt auch nach München bringen wollten", erklärt der Initiator Karl Braunger am Montag (17. März) in München. Auch die Verwaltung des Englischen Gartens freut sich über die neue Attraktion. Der Leiter des Englischen Gartens, Thomas Köster, ist vom Konzept der Sonnendiebe überzeugt: "Ich bin sicher, dass die Liegestühle von den Münchnern und den Touristen gut angenommen werden."

"Sonnendiebe" heißen die Studenten, die sich täglich um den Verleih der Liegestühle kümmern. Sie wollen sich "nach feiner englischer Art" um die Gäste bemühen, den Liegestuhl an den gewünschten Standort tragen und beim Aufstellen helfen. Zu erkennen sind die Studenten an ihren Mützen mit dem Logo der Sonnendiebe. Ein großer Sonnenschirm markiert die Basisstation. Eine angefangene halbe Stunde kostet 1,50 Euro, die volle Stunde 3 Euro. Für jede Sonnenliege muss 20 Euro Pfand hinterlegt werden.

Bereits in den Sechzigerjahren genossen die Münchner die Sonnenstunden im Liegestuhl, damals allerdings in der Nähe der Werneckwiese. So jedenfalls zeigt es die historische Aufnahme im Presseportal der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Der Englische Garten
Mitarbeiter/ Kosten
  • Insgesamt sind für die Verwaltung und Pflege des Englischen Gartens rund 60 Mitarbeiter beschäftigt.

  • Der Freistaat Bayern wendet inklusive Personalkosten jährlich ca. 2,5 Millionen Euro (mit Bauunterhalt 2,7 Millionen Euro) für den Parkunterhalt auf.

Größe und Flächenangaben
  • Mit einer Fläche von 376 Hektar ist der Englische Garten eine der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt (größer als der Central Park in New York oder der Hyde Park in London). Inklusive Maximiliansanlagen, Hof- und Dichtergarten (ehemals Finanzgarten) umfasst der Englische Garten eine Fläche von 418 Hektar. Er erstreckt sich heute vom Hof- und Dichtergarten am Odeonsplatz bis weit in den Norden der Stadt.

  • Von der Gesamtfläche entfallen ca. 130 Hektar auf Gehölz-, 186 Hektar auf Wiesen- und 16 Hektar auf Wasserflächen.

  • Das Wegenetz im Englischen Garten hat eine Länge von 78 Kilometer (davon ca. 12 Kilometer Reitwege).

  • Größtes Gewässer im Englischen Garten ist der Kleinhesseloher See mit einer Fläche von rund 8 Hektar.

  • Die Länge der Bäche im Englischen Garten beträgt ca. 8,5 Kilometer (Schwabinger Bach, Eisbach, Oberstjägermeisterbach).

  • Über 100 Brücken und Stege befinden sich im Englischen Garten.

  • Neben 50 bis 60 Brutvogelarten leben im Englischen Garten auch Igel, Eichhörnchen, Wildkaninchen, Feldhasen, Füchse und Biber.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 17. März 2008

| nach oben |