4. Juli 2008

Pressemitteilung

Herrenchiemsee: Weitere Museumsräume im Augustiner-Chorherrenstift eröffnet

Fahrenschon: Kaisersaal und Gartenzimmer zeigen sich in ursprünglichem Glanz

"Die Ausmalung von Kaisersaal und Gartenzimmer des Augustiner-Chorherrenstifts auf Herrenchiemsee gehört zu den besterhaltenen der Barockzeit in ganz Bayern. Nach den Bau- und Sanierungsarbeiten präsentiert sich die Museumsräume in ursprünglichem Glanz", schwärmte Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon bei der Eröffnung der Museumserweiterung im Augustiner-Chorherrenstift Herrenchiemsee am Freitag (4.7.).

Die aufwändigen Bau- und Restaurierungsarbeiten der Schlösserverwaltung hätten sich nach den Worten von Fahrenschon gelohnt. Insgesamt seien in den vergangenen drei Jahren 2,35 Millionen Euro in das von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreute Augustiner-Chorherrenstift investiert worden. Damit seien unter anderem der Kaisersaal, das Gartenzimmer und die Hofküche erschlossen worden sowie das Museum "Exter-Galerie" erheblich um mehr als die Hälfte auf 520 Quadratmeter erweitert worden. "Die Herreninsel ist als außergewöhnliches Schmuckstück und bedeutender Anziehungspunkt für das Tourismusland Bayern um eine Preziose reicher", betonte Fahrenschon. Diese Bedeutung werde noch deutlicher hervorgehoben mit den laufenden Vorbereitungen für den Antrag als Einstufung zum Weltkulturerbe für die bayerischen Königsschlösser, also auch das Schloss König Ludwig II. auf Herrenchiemsee.

Die barocke Stiftsanlage des Klosters steht auf dem Platz einer Benediktiner-Abtei aus der Karolinerzeit. Um 1130 errichtete der Salzburger Erzbischof ein Augustiner-Chorherrenstift, das mit der Gründung der Diözese Chiemsee 1217 großes Ansehen erlangte. Die Vierflügelanlage wurde um einen großen, annähernd eckigen Hof mit einem idyllischen Rosengarten errichtet. Der Konventstock mit Sälen und Wohnzellen entstand zwischen 1645 und 1649, der Bräuhausstock von 1661 bis 1665 und der repräsentative Fürstenstock mit Klosterküche, Prunksälen sowie Wohnräumen für fürstliche Gäste zwischen 1700 und 1716. Im Norden wurde der Klosterhof von 1727 bis 1730 mit dem Prälaturstock geschlossen.

Die Gemäldegalerie Julius Exter im Prälaturstock zeigt in den barocken Räumen das Werk des Künstlers aus allen Schaffensperioden im Überblick. Die neuen Museums- und Ausstellungsräume machen einen Besuch der einzigartigen Herreninsel noch interessanter und lebendiger, betonte Fahrenschon abschließend.

Weitere Informationen im Internet: www.herrenchiemsee.de

 

Pressemitteilung 190/2008
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Pressemitteilung 4. Juli 2008

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