15. Juli 2008

Pressemitteilung

Pfauengruppe kehrt zurück nach Schloss Herrenchiemsee

Die restaurierte Monumentalvase wird heute wieder aufgestellt / Die Gruppe zählt zu den größten kunsthandwerklichen Objekten in Bayern

Eine der schönsten Skulpturen Bayerns kehrt heute im frischen Glanz nach Herrenchiemsee zurück: Die königliche Monumentalvase mit den Pfauenfiguren steht nach einer Restaurierung wieder an ihrem Platz im Vestibül des Königsschlosses.

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat die Pfauengruppe für rund 25.000 Euro Euro restaurieren lassen. Ermöglicht wurde dies durch den Erlös eines Benefizkonzerts von Baron Enoch zu Guttenberg. Der Leiter der Festspiele auf Herrenchiemsee sammelte vor zwei Jahren mit einem Sonderkonzert Spendengelder für die Restaurierung der Pfauengruppe. Jetzt kehrt sie pünktlich zur Eröffnung des diesjährigen Musikfestivals auf die Insel zurück.

Die rund 3,50 Meter hohe Vase aus verschiedenem Marmor mit den bis zu 150 Kilogramm schweren Pfauen aus Bronze zählt zu den größten kunsthandwerklichen Objekten in Bayern. Pfauen gelten als ein Symbol für die Königswürde Ludwigs II.

"Wir freuen uns sehr, dass wir das ursprüngliche Erscheinungsbild dieses kunsthandwerklichen Schatzes wiederherstellen konnten", sagte der Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee, Josef Austermayer.

Die Restaurierung war notwendig geworden, da die 1885 entstandene Pfauengruppe im Laufe der Zeit stark gelitten hatte. Die ursprüngliche Farbe der Metallteile veränderte sich durch die oft hohe Luftfeuchtigkeit auf der Insel. Später aufgetragene ölige Schutzanstriche hatten zudem die Lasuren stark verbräunt. Außerdem waren einige Pfauenaugen aus Emaille entwendet worden.

Nun wurde die Skulptur in einer Werkstatt in Miesbach gereinigt und die Metalloberfläche behandelt. Eine Goldschmiedin fertigte die Pfauenaugen in der originalen Technik aus getriebenem Silberblech mit transparenter farbiger Emaille nach und setzte sie wieder in die Schleppe ein. Seit heute steht die Pfauengruppe wieder in ihrer ganzen Pracht im Vestibül des Neuen Schlosses.

Erst vor wenigen Tagen wurden auf Herrenchiemsee im benachbarten Augustiner-Chorherrenstift neue Museumsräume eröffnet: Nach umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten präsentieren sich Kaisersaal und Gartenzimmer im ursprünglichen Glanz mit ihrer prächtigen Ausmalung, die zu den besterhaltenen der Barockzeit in ganz Bayern gehört. Außerdem wurde das Museum für den Maler Julius Exter erheblich erweitert.

Weitere Informationen zu Herrenchiemsee finden Sie unter www.herrenchiemsee.de.

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 15. Juli 2008

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