23. Oktober 2008

Pressemitteilung

Amors Bogen, Famas Fanfare:
Demolierte Statuen in Linderhof müssen repariert werden

Amors Bogen ist zerbrochen, Famas Fanfare ist leck: Zwei Statuen aus dem Park von Schloss Linderhof müssen derzeit restauriert werden. Kürzlich baute die Bayerische Schlösserverwaltung die Fama ab, eine vergoldete Brunnenfigur von Franz Walker im Westparterre. Leider war die Wasserleitung der Schicksalsgöttin im letzten Jahr so stark korrodiert, dass der Wasserstrahl nicht mehr nur aus der Fanfare sprudelte, sondern auch anderswo aus dem Zinkguss-Korpus tröpfelte. Mittels eines Autokrans wurde die goldglänzende Figur nun von ihrem Standplatz gehoben, auf einen Anhänger verladen und zu einer Restaurierungswerkstatt nach Regensburg transportiert.

Wer entwaffnete Amor?

Die Lecks der geflügelten Göttin sind sicherlich ihrem hohen Alter und den widrigen Klimaverhältnissen zuzuschreiben. Aber es war wohl nicht Altersschwäche, die den Bogen des "Pfeilschießenden Amors" zerbrechen ließ, sondern eher der Missgriff eines unbekannten Besuchers. Die Waffe des kleinen Liebesgottes aus dem Ostparterre ist in mehrere Stücke zerbrochen. Ob der Unbekannte den Bogen als Souvenir entwenden wollte oder der Amor dem missglückten Versuch zum Opfer fiel, ein besonders originelles Erinnerungsfoto zu schießen, konnte leider nicht mehr aufgeklärt werden. Auch Amor muss nun restauriert werden, damit er bald wieder seine Pfeile verschießen kann.

Die Wiederherstellung der beliebten Brunnenfigur wird nach Schätzung des Staatlichen Bauamts Weilheim rund 5.000 Euro kosten. Beide Figuren werden im Frühjahr 2009 in Linderhof zurück erwartet.

Per Helikopter zur Hochgebirgs-Baustelle

Am Schachenhaus wird die Winterpause genutzt, um die Wasserversorgung zu sichern. Dazu wurde die unterhalb der Berggaststätte liegende Quellfassung saniert. Die schon zu Zeiten von König Ludwig II. genutzte Quelle war durch die starken Regenfälle der letzten Jahre arg in Mitleidenschaft gezogen worden und drohte zu verschlammen. Eine Spezialfirma flog die benötigten Materialien und Maschinen in einer spektakulären Aktion per Helikopter zur Baustelle auf 1866 Metern Höhe. Dank der optimalen Witterungsbedingungen konnten die Baumaßnahmen vor wenigen Tagen abgeschlossen werden.

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 23. Oktober 2008

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