7. März 2008

Pressemitteilung

Prunkschreibzeug von Madame de Pompadour in der Residenz München. Schlösserverwaltung präsentiert Porzellanschätze von Weltrang

"Die Schlösserverwaltung präsentiert Porzellanschätze von Weltrang aus den Manufakturen Meissen, Frankenthal und Sèvres in der Residenz München. Darunter sind so einzigartige Stücke wie das Prunkschreibzeug von Madame de Pompadour", freute sich Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon bei der Eröffnung der Ausstellung "Meißen – Frankenthal – Sèvres. Porzellanschätze des 18. Jahrhunderts aus der Residenz München" in der Residenz München am Freitag (07.03.).

Auch wenn der Blick auf die vollständige Sammlung wegen der Sanierungsbedürftigkeit der ehemaligen Ausstellungsräume am Grottenhof seit einigen Jahren nicht möglich sei, so könne nun unter anderem im ehemaligen Vierten Sommerzimmer Kurfürst Max Emanuels eine Auswahl von 60 exquisiten Stücken bewundert werden. "Eines der schönsten Zimmer der Residenz wurde eigens für dieses Ausstellungsjuwel der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Für die Besucher der Residenz öffnet sich ein kleines, aber sehr feines Fenster in die Porzellansammlungen der Wittelsbacher", fuhr Fahrenschon fort. Die Sammlung der Wittelsbacher sei eine der bedeutendsten fürstlichen Porzellansammlungen der Welt. Die vollständige Sammlung des 18. Jahrhunderts umfasst etwa 1.500 Porzellane aus deutschen und französischen Manufakturen.

Ein Höhepunkt der Ausstellung sei das Prunkschreibzeug von Madame de Pompadour (1721-1764), der Mätresse des französischen Königs Ludwig XV., erläuterte Fahrenschon. Von diesem in der Manufaktur Sèvres hergestellten Schreibzeug sind weltweit nur drei Ausführungen bekannt. An den bayerischen Hof gelangte es der Überlieferung nach als Geschenk der Königin Marie Antoinette (1755-1793), Gattin Ludwigs XVI. von Frankreich. Tintenfass und Streusandbüchse stellen Erd- und Himmelsglobus dar.

Ein weiteres kostbares Sammlungsstück ist ein äußerst seltenes Ensemble aus einem Meissener Teeservice auf einem vergoldeten Augsburger Silbersurtout. Dieses wurde bereits im 18. Jahrhundert in der Grünen Galerie der Münchner Residenz als besondere Attraktion ausgestellt. Auch hier sind weltweit nur drei Exemplare bekannt, zwei von ihnen befinden sich in der Sammlung der Residenz München. Das dritte Exemplar stammt aus dem Besitz der Zarin Katharina der Großen und ist heute im Rijksmuseum Amsterdam zu sehen. Fahrenschon wies darüber hinaus auf einen Höhepunkt am Beginn der Ausstellungslinie hin: der berühmte weiße Tafelaufsatz "Das Urteil des Paris" aus Meissener Porzellan.

Mit über 130 Schauräumen zu den Epochen der Renaissance, des Frühbarock, des Rokoko und des Klassizismus zählt die Residenz heute zu den bedeutendsten Schlössern Europas. Sie verkörpere sechs Jahrhunderte Bayerische Geschichte, stellte Fahrenschon fest.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Residenzmuseums besucht werden, bis Ende März täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr (letzter Einlass: 16 Uhr) und von April bis Oktober jeweils von 9 Uhr bis 18 Uhr (letzter Einlass: 17 Uhr).

Weitere Informationen im Internet: www.residenz-muenchen.de

 

Pressemitteilung 067/2008
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Pressemitteilung 7. März 2008

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