4. Juni 2008

Pressemitteilung

Huber: Nymphenburg bietet ein weiteres Highlight für München! Sanierter Mittelbau eröffnet schon beim Eintritt Blicke in den Schlosspark

"München hat im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Highlight – die sanierte Eingangshalle des Mittelbaus öffnet sich mit Glastüren zur Gartenseite des Schlossparks Nymphenburg. Besucher können die monumentale Achse entlang des Mittelkanals durch Schloss Nymphenburg schon beim Eintritt erleben", freute sich Finanzminister Erwin Huber bei der Eröffnung des von der Bayerischen Schlösserverwaltung sanierten Mittelbaus, des Schlosses Nymphenburg (4.6.).

"Das Äußere des Schlossparks mit dem Inneren des Schlosses zu verbinden, war der Leitgedanke der Baumaßnahme, deren Abschluss wir heute feiern", erklärte Huber. "Die Baumaßnahme kostete rund fünf Millionen Euro. Gut angelegtes Geld wie ich meine", fuhr Huber fort. Denn gerade der Besichtigungsbetrieb in Nymphenburg wies bislang Defizite im Bereich der Besucherinfrastruktur, wie etwa aufgrund der fehlenden Barrierefreiheit, auf. Problematisch war auch die Erschließung der Museumsräume über die ostseitige Freitreppe unmittelbar in den Steinernen Saal, über die Besucher Feuchtigkeit direkt ins Innere des Schlossmuseums brachten. "Diese Probleme wurden nun beseitigt", stellte Huber fest.

Mit dem Einbau eines Aufzugs und behindertengerechten Rampen sei nunmehr eine barrierefreie Erschließung der Museumsräume im 1. Obergeschoß sichergestellt. Die Museumsräume werden zukünftig über innen liegende Treppenhäuser betreten. "In historischen Gebäuden sind solche Baumaßnahmen nicht immer einfach", erläuterte Huber. Dabei seien die Belange des Denkmalschutzes und der Behindertengerechtigkeit gegeneinander abzuwägen. Auch bei Schloss Nymphenburg konnte ein vertretbarer Kompromiss gefunden werden. Für die Mitwirkung an diesem Prozess dankte Huber der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Frau Knochner, ausdrücklich. "Freuen wir uns also, dass nun mit Schloss Nymphenburg ein weiteres unserer bayerischer Schlösser barrierefrei zugänglich ist", fuhr Huber fort. Schließlich runden eine Erweiterung des Ticketverkaufs und des Museumsladens sowie die Einrichtung zeitgemäßer Besucherinformationen und die neuen sanitären Anlagen das moderne Erscheinungsbild ab, schloss Huber.

"Dass das Moderne die Barrierefreiheit nicht ausschließt, wurde hier ausdrücklich bewiesen. Damit wird eine weitere touristische Attraktion in Bayern für alle Menschen zugänglich und ergänzt das Freizeitangebot für Menschen mit einer Behinderung", so Knochner. "Ich danke der Bayerischen Schlösserverwaltung, dem Bayerischen Finanzministerium, und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege für diese vorbildliche, konstruktive Zusammenarbeit, ohne deren Mithilfe, die Barrierefreiheit an diesem herrlichen, historischen Gebäude nicht möglich geworden wäre."

Die Schlossanlage in Nymphenburg war bereits im 18. Jahrhundert in ganz Europa bekannt. Das Gesamtkunstwerk wurde von den bayerischen Kurfürsten in Auftrag gegeben und war als Sommerresidenz einst ein Refugium für den Münchner Hof. Heute ist der Schlosspark eine der grünen Oasen inmitten der Landeshauptstadt. Die Schlossanlage gehört zu den meist besuchten Reisezielen auch internationaler Gäste in Bayern.

Die Anfänge des Schlosses gehen auf den Kurfürsten Ferdinand Maria und seine Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen zurück. Nachdem dem Paar im Jahr 1662 der ersehnte Thronfolger geboren wurde, schenkte der Kurfürst seiner Gattin 1663 die Hofmark Kemnathen. 1664 wurde dort mit dem Bau von Schloss Nymphenburg nach den Plänen des Italieners Agostino Barelli begonnen. Während der Regierungszeit des Blauen Kurfürsten Max Emanuel wurde die Anlage im großen Umfang neu gestaltet und erweitert. So entstanden unter Enrico Zuccallis Leitung ab 1701 nördlich und südlich des vorhandenen Baukörpers je zwei Wohnpavillons. Ab 1715 wurde Josef Effner zum leitenden Baumeister bestellt, der durch die Errichtung von mehrflügeligen Nebengebäuden dem Nymphenburger Schloss seine heutige Gestalt gab. Trotz dieser Umgestaltungen ist die Grundstruktur des Baus von 1664 unter der heutigen Bezeichnung Mittelbau als Kernstück der Schlossanlage noch vorhanden.

 

Pressemitteilung 130/2008
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Pressemitteilung 4. Juni 2008

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