17. Juli 2009

Pressemitteilung

Fahrenschon: Bayreuth ist um ein Juwel reicher! Wiedereröffnung des Alten Schlosses im Schlossbesitz Eremitage Bayreuth

"Das Alte Schloss Eremitage kann wieder in seinem ursprünglichen Zustand zur Zeit Wilhelmines besichtigt werden. Die Bayerische Schlösserverwaltung hat die durchgreifende Restaurierung und Instandsetzung nach vier Jahren Bauzeit abgeschlossen. Damit kann Bayreuth leuchten – ein Juwel ist restauriert", stellte Finanzminister Georg Fahrenschon bei der Eröffnung des sanierten Alten Schlosses der Eremitage Bayreuth am Freitag (17.7.) fest. Dies sei der Beitrag des Freistaates zum besonderen Jubiläum des 300. Geburtstags der kunstsinnigen Markgräfin.

Das Alte Schloss wurde als Mittelpunkt einer höfischen Einsiedelei im Hofgarten Eremitage vor 290 Jahren, am 15. August 1719, von ihrem Erbauer, dem Markgrafen Georg Wilhelm, mit einem Markt für die Landbevölkerung eingeweiht. Zehn Jahre zuvor wurde die Frau geboren, die die höfische Kunst und Kultur des Bayreuther Rokoko mit ihren Bauten entscheidend geprägt hat, die preußische Prinzessin Wilhelmine, die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen und Markgräfin von Bayreuth. Sie hatte den Bau beim Regierungsantritt ihres Gemahls Friedrich im Jahr 1735 zum Geschenk erhalten und baute das Schlösschen in mehreren Etappen bis mindestens 1750 aus. Die Markgräfin machte aus der Einsiedelei und dem Hofgarten Eremitage eines der bemerkenswertesten Parkensembles des 18. Jahrhunderts in Deutschland.

Nachdem der "Zahn der Zeit", so Fahrenschon, an dem Schloss seine Spuren hinterlassen hat, wurde vor vier Jahren der Bauauftrag für eine grundlegende Sanierung der Gebäudesubstanz sowie eine Restaurierung der Schauräume und eine Verbesserung der konservatorischen Bedingungen erteilt. Mit den vom Bayerischen Landtag bewilligten sechs Millionen Euro wurde der Zustand zur Zeit Wilhelmines wieder hergestellt. Den Besuchern des Alten Schlosses sind nun die zahlreichen außergewöhnlichen Schauräume, die Grotte und der bemerkenswerte Innenhof in ihrer authentischen Form wieder erlebbar. Besondere Attraktionen im Schloss sind das Japanische Kabinett, das Musikzimmer und das Chinesische Spiegelkabinett, in dem Wilhelmine ihre berühmten Memoiren schrieb.

Weitere Informationen unter www.bayreuth-wilhelmine.de

 

Pressemitteilung 227/2009
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Pressemitteilung 17. Juli 2009

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