10. Februar 2009

Pressemitteilung

Behindertengerechte / familienfreundliche Erschließung des Führungswegs im Neuen Schloss Herrenchiemsee und Sanierung des Schlosshotels

Fahrenschon: Attraktivitätssteigerung pur auf der Herreninsel!

"Herrenchiemsee ist ein Publikumsmagnet. Und die Bayerische Schlösserverwaltung arbeitet intensiv daran, die Insel für Besucher noch attraktiver zu gestalten. Im Neuen Schloss haben wir die Situation für unsere behinderten Mitbürger und Familien mit Kinderwagen jetzt deutlich verbessert!", mit diesen Worten kommentierte Finanzminister Georg Fahrenschon den Einbau eines neuen Aufzugs durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Für Menschen mit Behinderung stand im Innern des Neuen Schlosses Herrenchiemsee bisher lediglich ein veralteter Lastenaufzug zur Verfügung, der noch dazu ungünstig am Ende des Führungswegs lag. Zur Behebung dieses Defizits wurde nun im Südflügel des Neuen Schlosses unmittelbar neben dem weltbekannten Prunktreppenhaus ein Aufzug für Menschen mit Behinderung eingebaut. Der neue, modern gestaltete Aufzug wurde als Stahl- / Glaskonstruktion in einem der unausgebauten Rohbauräume des Königsschlosses errichtet. Um den Weg innerhalb des Schlosses zu dem neuen Aufzug behindertengerecht zu gestalten, war es erforderlich, den Boden in einem Zwischenflur anzuheben, um ein durchgehend einheitliches Bodenniveau zu erreichen. Die Baumaßnahme wurde nun abgeschlossen und kostete ca. 240.000 Euro.

Fahrenschon erinnerte darüber hinaus daran, dass der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags die Hochbauvorlage zur grundlegenden Sanierung und Renovierung des staatseigenen Schlosshotels auf der Herreninsel im Dezember 2008 gebilligt hatte. Fahrenschon: "Zur weiteren Steigerung der Attraktivität gehört auch die Sanierung und Restaurierung des Schlosshotels. Die vom Bayerischen Landtag gebilligte Baumaßnahme hat im Übrigen ein Volumen von 5,9 Millionen Euro."

Das heutige Schlosshotel Herrenchiemsee wurde unter Domprobst Floridus Rapell aus Ettenhausen in den Jahren 1737 bis 1740 als Seminargebäude für das Domstift Herrenchiemsee gebaut. Von 1803 bis 1900 dienten die Räume dann als Getreidespeicher. Gleichzeitig kamen immer mehr Schlossbesucher auf die Herreninsel, die bewirtet werden mussten. So wurde der Kornspeicher im Jahr 1901 in eine Gaststätte umgewandelt.

König Ludwig II. von Bayern sah in dem französischen "Sonnenkönig" Ludwig XIV. die ideale Verkörperung des absoluten Königtums. Im Neuen Schloss Herrenchiemsee verwirklichte er nach Plänen von Georg Dollmann und Julius Hofmann sein lange geplantes Projekt eines "Neuen Versailles" als Versinnbildlichung des Absolutismus und eigenständige Schöpfung des Historismus. Von den rund zwanzig Prunkräumen sind vor allem die Gesandtentreppe, die Große Spiegelgalerie und das Paradeschlafzimmer hervorzuheben.

 

Pressemitteilung 30/2009
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Pressemitteilung 10. Februar 2009

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