13. November 2009

Pressemitteilung

Gärtner verschönern den Ostgarten im Würzburger Hofgarten

Arbeiten an Buchsbaumrabatten und neue Rosen noch vor dem Winter

 

Die Gärtner der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg arbeiten noch vor der Wintersaison an verschiedenen Stellen des Ostgartens auf Hochtouren. Neben dem Maulbeer-Laubengang an der nördlichen Rampe richten derzeit vier Gärtner die Buchsbaumrabatten wieder her. "Sie befreien die Rabatten nicht nur vom Unkraut, sondern heben zudem vorsichtig den Boden um die insgesamt über 240 Meter langen Buchsbaumstreifen ab und ersetzen diesen durch ein neues, helles Wegebaumaterial", sagte Gartenreferent Jost Albert am Donnerstag (12. November) in München. Die alten Betonkantensteine, mit denen die Rabatte eingefasst ist, werden entnommen. So entsteht ein nahtloser Übergang zwischen Rabatte und angrenzendem Weg. Der Buchssaum hebt sich danach besser von dem neuen Bodenbelag ab und die filigrane Ornamentik tritt dadurch viel deutlicher hervor.

16 historische Rosenpflanzen für das Bischofsgärtlein – Buchsbaumrabatte erhält filigranes Erscheinungsbild

Zeitgleich werden 16 historische Strauchrosen um das kleine Wegerondell im sogenannten Bischofsgärtlein neu gepflanzt. Einfache und gefüllt blühende sowie zweifarbige Rosensorten wie die "Rosa foetida bicolor" oder die "Petite de Hollande" waren schon im 18. Jahrhundert im Hofgarten zu sehen und sollen ab dem kommenden Jahr die Gartenbesucher wieder mit ihrem Duft und ihrer Blütenpacht erfreuen. Johann Prokop Mayer (1735-1804), der in den 1770er Jahren im Hofgarten sogar ein Rosenlabyrinth anlegen wollte, hat diese Rosen zeichnen lassen. Die schönen historischen Rosenbilder werden heute in der Universitätsbibliothek in Würzburg aufbewahrt.

Auch das Große Wegerondell um den zentralen Brunnen wird in diesen Tagen erneuert. "Die umsichtige Sanierung des Ostgartens, in die wir heuer knapp 40.000 Euro investieren, soll 2010 weitergehen", kündigte Jost Albert an.

Rainer Herzog, der Leiter der Gärtenabteilung der Schlösserverwaltung ergänzte: "Der Hofgarten ist wesentlicher Bestandteil des Weltkulturerbes 'Residenz Würzburg'. Die jetzigen Maßnahmen gehören zu einem langfristigen gartendenkmalpflegerischen Programm. Dabei verfolgen wir das Ziel, durch viele behutsame und der originalen Substanz angemessene Arbeitsschritte den Gartenbesuchern letztlich eine Fülle historisch authentischer Erscheinungsbilder wieder zu erschließen und zu vermitteln."

Weitere Informationen zur Residenz und zum Hofgarten Würzburg unter www.residenz-wuerzburg.de.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 13. November 2009

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