10. November 2010

Pressemitteilung

Fahrenschon: "Einer der prachtvollsten Veranstaltungsorte Mittelfrankens ist wieder eröffnet!"

"Vieles wurde saniert, verbessert und modernisiert. Im historischen Orangeriegebäude im Hofgarten der Residenz Ansbach können wieder kulturelle Veranstaltungen in würdigem Rahmen mit zeitgemäßer Technik durchgeführt werden", stellte Finanzminister Georg Fahrenschon anlässlich des Abschlusses der Generalsanierung der Orangerie in Ansbach am Mittwoch (10.11.) fest.

Seit dem Wiederaufbau 1975 dient das ehemalige Pomeranzenhaus nach französischem Vorbild aus dem 18. Jahrhundert wieder als Veranstaltungsort. 35 Jahre intensiver Nutzung dieses Baudenkmals hatten "Spuren hinterlassen", merkte Fahrenschon an. Auch die Technik war veraltet. Mit Kosten von rund 7,5 Millionen Euro wurde deshalb das von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreute Orangeriegebäude grundlegend saniert. Weitere 500.000 Euro wurden für eine neue Ausstattung aufgewendet. Damit steht das Gebäude künftig als zeitgemäßer Konzertsaal sowie für Festveranstaltungen, Tagungen oder Vorträge bereit.

Im Zuge der Sanierung wurde unter anderem die Gastronomie des Hauses technisch von Grund auf modernisiert. Die kostenintensivsten technischen Investitionen der Sanierungsmaßnahme bleiben dem Gast augenscheinlich verborgen, hob Fahrenschon hervor. Bei Veranstaltungen würden diese allerdings spürbar, da der neue Sonnenschutz und die Lüftungsanlage für angenehme Konzertatmosphäre, wie z.B. bei der Bachwoche, sorgen werden. Gleichzeitig sei die Orangerie nunmehr barrierefrei ohne Treppen und Stufen erreichbar.

Fahrenschon bedankte sich zudem bei der Bachwoche Ansbach für die musikalische Gestaltung des Festaktes. Einen besonderen Dank sprach er auch für die solide Partnerschaft der Stadt Ansbach und dem Verein "Freunde der Bachwoche e.V." aus.

Mit einem Konzert des Ansbacher Kammerorchesters unter der Leitung von Karl- Friedrich Beringer wurde "einer der prachtvollsten Veranstaltungsorte Mittelfrankens wieder eröffnet", würdigte Fahrenschon.

Die Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach blickt auf eine rund 500jährige Baugeschichte zurück. Zwischen 1723 und 1750 wurde der Hofgarten zu einem großen Barockgarten umgestaltet. Da er nicht direkt an das Schloss grenzte, entwarf der Architekt Karl Friedrich von Zocha die Orangerie als architektonisches Zentrum. Sie entstand in den Jahren 1726 bis 1743 als ein Pomeranzenhaus nach französischem Vorbild. Der Hofgarten verdankt seine europaweite Bekanntschaft auch der Tatsache, dass der wohl berühmteste Bewohner der Stadt Ansbach, Kaspar Hauser, 1833 im Hofgarten eine lebensgefährliche Stichverletzung erlitt, an deren Folgen er schließlich starb. Um Hausers Tod ranken sich ebenso wie um seine Herkunft noch heute Legenden.

 

Pressemitteilung 365/2010
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Pressemitteilung 10. November 2010

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