9. Juli 2010

Pressemitteilung

Hiobsträne  und Erdbeermais: Historische Getreide und Gewürze auf der Cadolzburg

Auf der Cadolzburg ist auch in diesem Sommer wieder eine umfangreiche Schaupflanzung mit Brotgewürzen und alten Getreidearten und -sorten zu sehen. Die Bayerische Schlösserverwaltung erweiterte die Schaubeetfläche im Burggarten nochmals in der Fläche und im Artenspektrum. In den Schaubeeten können die Touristen und Musicalbesucher jetzt rund 40 verschiedene Arten und Sorten sehen. Neben den Urformen der heute bekannten Getreide wie Wild-Einkorn, Wild-Emmer oder Wildroggen sind auch Exoten wie die ostasiatische Hiobsträne, die aus Äthiopien stammende Zwerghirse "Teff" oder der kleinfrüchtige rote Erdbeermais zu sehen.

So wird beispielsweise die Entwicklung vom Urweizen bis hin zum heute angebauten Saat- oder Weichweizen aufgezeigt. "Die zehn wichtigsten Arten und Kreuzungspartner der Weizenevolution stehen hier unmittelbar nebeneinander – Nahrungsmittelgeschichte zum Anfassen und Staunen", so Jost Albert, Gartenreferent der Schlösserverwaltung am Freitag. Darüber hinaus sind auf der Cadolzburg fünf verschiedene Arten von Gerste, Hirse und Roggen sowie vier Haferarten und einige Pseudogetreide zu sehen.

Außerdem finden sich im Burggarten auch noch etliche Gewürzpflanzen wie beispielsweise Kreuzkümmel, Schabzigerklee, Schlafmohn, Schwarzkümmel oder Anis. Sie dienten bereits im Mittelalter zur geschmacklichen Verfeinerung des Brotes.

Auf vier großen Informationstafeln finden Besucher neben einem Übersichtplan über die angepflanzten Getreide auch Texte zur Geschichte dieser alten Kulturpflanzen sowie Interessantes zu Anbau, Ernte und Verarbeitung des Getreides. Eine Tafel zeigt den Bezug zur Cadolzburg auf. Hier geht es um den so genannten "Getreidekasten", den ehemaligen Speicher auf der Cadolzburg und die darin eingebaute Rossmühle.

Wie man Leckeres mit den gezeigten Getreide- und Gewürzpflanzen zubereiten kann, verraten kostenlose Rezepte zum Mitnehmen.

Die Schaubeete sind täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

weitere Informationen zur Cadolzburg

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 9. Juli 2010

| nach oben |