12. August 2010

Pressemitteilung

Hochwasser: Roseninsel derzeit nicht erreichbar

Fährverkehr ist eingestellt, Museum bleibt weiter geschlossen

Das starke Hochwasser im Starnberger See führt derzeit dazu, dass die Roseninsel nicht mehr besucht werden kann. Das Glockenrondell im Feldafinger Park, wo sonst die Fähre zur Insel anlegt, steht zur Hälfte unter Wasser. Auch die Stege sind beinahe in den Fluten verschwunden. Die Uferwege auf der Insel und im Park können teilweise nicht trockenen Fußes begangen werden.

Der Museumsbetrieb auf der Roseninsel ist bereits seit letztem Freitag eingestellt. Aufgrund der Wetterprognose wird dies auch für das kommende Wochenende gelten, vielleicht sogar noch länger. Das für den heutigen Donnerstag geplante Roseninselkonzert wurde in die Pfarrkirche von Bernried verlegt.

Der Fährbetrieb hat die Fahrten zur Insel eingestellt. Er bietet wetterabhängig Rundfahrten um die Insel an. Ausgangspunkt ist der Steg beim Forsthaus am See in Feldafing.

Mit der Roseninsel und dem Park Feldafing ließ König Maximilian II. zwei Meisterwerke der Gartenkunst anlegen. Nach Plänen des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné entstand auf der ehemaligen Fischerinsel Wörth ein duftendes Rosenparadies, das später ein Lieblingsort Ludwigs II. wurde. Hier traf er sich unter anderem mit Kaiserin Elisabeth von Österreich, der russischen Zarin Maria Alexandrowna und Richard Wagner. Die sehenswerte kleine Inselvilla, das sogenannte Casino, kann mit Führungen besichtigt werden und ist ein beliebter Ort für Trauungen.

Gegenüber der Roseninsel liegt der Park Feldafing mit seinen herrlichen, von alten Eichen und Buchen gerahmten Ausblicken in die Landschaft mit dem Starnberger See und der Gebirgskette der Alpen als malerischem Hintergrund. Maximilians II. plante hier ein Sommerschloss, aber sein früher Tod im März 1864 verhinderte die Ausführung.

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 12. August 2010

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