29. April 2010

Pressemitteilung

Fahrenschon: "«Über den Tellerrand …» bietet einen einzigartigen Einblick in die Welt der Keramik!"

"Schauen Sie mit mir «Über den Tellerrand…» und entdecken Sie auf innovativen Pfaden der Museumspräsentation eine neue Welt der Keramik-Kunst!" lud Finanzminister Georg Fahrenschon am Donnerstag (29.4.) auf Schloss Höchstädt an der Donau im Rahmen eines Festakts anlässlich der Eröffnung des ersten Museums Deutscher Fayencen kleine und große Besucher ein.

"Dieses erste Museum Deutscher Fayencen der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zählt zu den größten und bedeutendsten Sammlungen in Europa und bezaubert die Besucher mit einzigartiger Vielfältigkeit", freute sich Fahrenschon über den Ausstellungsrundgang, der mit rund 1.000 Exponaten aus 58 Manufakturen auf fast 900 qm einen lebendigen Überblick über Geschichte und Technik der Fayence bietet.

Die Fayence, die auch als die kleine Schwester des Porzellans bezeichnet wird, entstand einst aus dem Versuch, das teure importierte Geschirr aus China oder Japan nachzuahmen. Als preiswerte Alternative verbreitete die Fayence sich bald rasch in ganz Europa. Ihre Blütezeit war das 17. und 18. Jahrhundert. Ihren Namen erhielt die Keramik von der italienischen Stadt Faenza.

"Bei der Planung der Ausstellung standen Besucherfreundlichkeit und Verständlichkeit an erster Stelle", erläuterte der Finanzminister das Museumskonzept: "Herkunft, Geschichte und Technik der Fayence sollen anschaulich erlebbar werden." So findet sich im Rundgang ein Brennofen ebenso wie eine Schauküche mit Geschirr – und historischen Rezepten zum Nachkochen. "Ein besonderes Anliegen bei der Gestaltung des Museums waren von Anfang an die jungen Besucher, die das Museum auf einer Entdeckungsreise erforschen können, die ihren Bedürfnissen angepasst ist!", lud Fahrenschon insbesondere Kinder in das Museum ein. Gerade die kleinen Besucher dürfen nicht nur betrachten, sondern auch mitmachen: Kinderstationen laden in jedem Raum kleine Forscher zum Fühlen, Rätseln, Hören und Begreifen ein.

Mit der Eröffnung des Fayencenmuseums ist der Ausbau des Schlosses nahezu abgeschlossen. Allein der Freistaat hat hier seit 1984 bis heute rund 29 Millionen Euro investiert. Die anteiligen Kosten für den musealen Ausbau des Schlosses einschließlich der Räumlichkeiten, in denen die Ausstellung "Schlacht von Höchstädt" gezeigt wird, betrugen rund 5,1 Millionen Euro.

Schloss Höchstädt bietet als eines der herausragendsten Denkmale des ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg einen idealen Rahmen für dieses Museum. So gehört beispielsweise die Ausmalung des Gewölbes der Schlosskapelle zu den schönsten Zeugnissen des süddeutschen Protestantismus vor der Gegenreformation. Bekannt wurde Höchstädt auch durch die Schlacht von 1704, über die eine Dauerausstellung im Schloss informiert, die das Ringen der Großmächte um die Vorherrschaft in Europa um 1700 dokumentiert (www.schloss-hoechstaedt.de).

Das Museum Deutscher Fayencen in Schloss Höchstädt an der Donau ist ab Freitag, den 30. April 2010, bis Ende September jeweils Dienstag bis Sonntag von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Neben regelmäßigen Führungen werden auch Kinderveranstaltungen, Workshops und Themenführungen zusätzlich angeboten.

 

Pressemitteilung 139/2010
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Pressemitteilung 29. April 2010

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