6. Mai 2010

Pressemitteilung

Schloss Nymphenburg: Sanierungsarbeiten an der Südfassade

In Schloss Nymphenburg stehen neue Sanierungsarbeiten bevor. Nächste Woche beginnt die Instandsetzung der Südfassade am Mittelbau, in dem sich der Haupteingang in das Schloss befindet. Das Baugerüst wird am Montag, 10. Mai aufgebaut und bleibt voraussichtlich bis Anfang Oktober stehen.

Während der Gerüstbauarbeiten wird der Parkzugang südlich des Mittelbaus vorübergehend geschlossen werden müssen. Auch auf das Innere des Schlosses wirken sich die Arbeiten aus: Im Südlichen Appartement im 1. Stock müssen drei Prunkräume vorübergehend für den Besichtigungsbetrieb geschlossen werden. Betroffen sind das Zweite Vorzimmer, ein Schlafzimmer und das Chinesisches Lackkabinett (Räume Nr. 11-13). Die Schließung dieser Räume beginnt ebenfalls am kommenden Montag, wird aber voraussichtlich nur bis etwa Mitte Juli dauern.

Sommerresidenz der bayerischen Herrscher

Die Schlossanlage in Nymphenburg war bereits im 18. Jahrhundert in ganz Europa bekannt. Das Gesamtkunstwerk war als Sommerresidenz einst ein Refugium für den Münchner Hof. Heute ist der Schlosspark mit seinen herrlichen Parkburgen eine der grünen Oasen inmitten der Landeshauptstadt. Die Schlossanlage gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Bayern, gerade auch bei internationalen Gästen.

Die Anfänge des Schlosses gehen auf den Kurfürsten Ferdinand Maria und seine Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen zurück. Aus Dankbarkeit für die Geburt des ersehnten Thronfolgers schenkte der Kurfürst seiner Gattin 1663 die Hofmark Kemnathen. 1664 wurde dort mit dem Bau von Schloss Nymphenburg nach den Plänen des Italieners Agostino Barelli begonnen. Während der Regierungszeit des "Blauen Kurfürsten" Max Emanuel wurde die Anlage im großen Umfang neu gestaltet und erweitert. So entstanden unter Enrico Zuccallis Leitung ab 1701 nördlich und südlich des vorhandenen Baukörpers je zwei Wohnpavillons. Ab 1715 wurde Josef Effner zum leitenden Baumeister bestellt, der durch die Errichtung von mehrflügeligen Nebengebäuden dem Nymphenburger Schloss seine heutige Gestalt gab. Trotz dieser Umgestaltungen ist die Grundstruktur des Baus von 1664 unter der heutigen Bezeichnung Mittelbau als Kernstück der Schlossanlage noch vorhanden.

Weitere Informationen unter www.schloss-nymphenburg.de

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 6. Mai 2010

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