15. Juli 2011

Pressemitteilung

Aschaffenburger Park Schönbusch: Irrgartentribüne bietet Anlaufpunkt mit Erlebnischarakter

Schlösserverwaltung dankt Sparkasse als Sponsor

Mit Unterstützung der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau konnte im Aschaffenburger Landschaftpark Schönbusch die beliebte Beobachtungskanzel am historischen Irrgarten erneuert werden. Vertreter von Schlösserverwaltung und Sparkasse weihten heute (15. Juli) die neue Tribüne ein.

Der Leiter der Präsidialabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung, Jochen Holdmann, bedankte sich bei der Einweihung bei Direktor Heinz Danner von der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, die in ihrem 175. Jubiläumsjahr mit einem Sponsoring von 34.000 Euro die Erneuerung ermöglichte. Besonderen Dank sprach er auch dem Landtagsabgeordneten Winfried Bausback aus, der den Kontakt zwischen beiden Häusern hergestellt hatte.

Der Landschaftspark Schönbusch gehört zu den frühesten Beispielen eines Landschaftsgartens im englischen Stil. Besonders beliebt bei den Besuchern ist der Heckenirrgarten, der bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Park hinzugefügt wurde. Es gibt nur wenige Vergleichsstücke auf dem Kontinent. Der Irrgarten konnte bereits in den Jahren 2007/2008 wiederhergestellt werden, aber die Erneuerung der zugehörigen Tribüne musste damals aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden.

Leider ist der Schlösserverwaltung bislang nur wenig über die Vorgeschichte des Irrgartens bekannt. Sicher ist seine Errichtung in die Phase zwischen 1824 und 1831 zu datieren, aber die einschlägigen Archivalien aus dem 19. Jahrhundert wurden im Krieg vernichtet. Neuere Vermutungen gehen dahin, dass er im Zusammenhang mit der Turnbewegung in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts stehen könnte.

Die Tribüne ist wohl kein historisches Parkelement, sondern eher eine Zutat des 20. Jahrhunderts. Bei Planung und Ausführung durch das Staatliche Bauamt Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit der Schlösserverwaltung fiel daher die Entscheidung für eine zeitgemäße Gestaltung in Stahl und Holz. Die letzte Vorgängertribüne aus dem Jahr 1978 hatte als reiner Holzbau im Jahr 2006 abgerissen werden müssen, da sie morsch und baufällig war.

Für die Besucher ist der Irrgarten nicht zuletzt deshalb besonders attraktiv, weil man von der populären Tribüne aus die "verirrten" Besucher des Labyrinths beobachten kann. Die Bayerische Schlösserverwaltung freut sich daher sehr, diesen Anziehungspunkt nach der Erneuerung von Hecken und Wegen vor drei Jahren nun ebenfalls wieder bieten zu können.

Erst vor wenigen Tagen konnte die Schlösserverwaltung außerdem die Außenrestaurierung des benachbarten historischen Speisesaals abschließen. "Damit wurde im Zentralbereich des Schönbusch für Aschaffenburg gewohnte Qualität zurück gewonnen", so Jochen Holdmann von der Schlösserverwaltung.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 15. Juli 2011

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