28. Juli 2011

Pressemitteilung

Pschierer: Juwel aus der Markgrafenzeit erstrahlt in neuem Glanz – Jagdmuseum bereichert die Burg Zwernitz

 

"Seit fast 900 Jahren ragt die Burg auf einem Dolomitfelsen auf. Dieses Wahrzeichen der Region erstrahlt nach umfassenden Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten in neuem Glanz. Zusätzlich empfängt künftig ein Besucherzentrum die Gäste als zentrale Anlaufstelle. Ein Glanzstück stellt zudem das neu geschaffene Jagdmuseum über die »Markgräfliche Jagd« in den hohenzollerschen Markgraftümern Bayreuth/Kulmbach und Ansbach dar", stellte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer bei der Wiedereröffnung der Burg Zwernitz bei Wonsees am Donnerstag (28.7.) fest.

"Wir haben das Zukunftsinvestitionsgesetz aus dem Konjunkturpaket II des Bundes, um hier in der fränkischen Schweiz gezielt in den Tourismus zu investieren, genutzt", betonte Pschierer. Der Bund hat mit rund 1,47 Millionen Euro genau zwei Drittel der vom Bayerischen Landtag mit Gesamtkosten von 2,205 Millionen Euro genehmigten Baumaßnahme mitfinanziert. Das strahlende Juwel aus der Markgrafenzeit, das von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut wird, ist nun wieder als attraktive Sehenswürdigkeit zugänglich.

Das Besucherzentrum wurde nach den Angaben Pschierers im sogenannten Forkelhaus am ehemaligen Burgtor eingerichtet. Dieses im 19. Jahrhundert veräußerte Anwesen habe der Freistaat vor einigen Jahren zurückerwerben können. Hier haben die Besucher auch die Möglichkeit, einen Überblick über Burg, Dorf und Landschaft zu erhalten. In einem weiteren Raum sind die wichtigsten Informationen zu Entstehung und Geschichte des Felsengartens Sanspareil mit seinen Parkbauten aufbereitet. Markgraf Friedrich und seine Gemahlin Wilhelmine werden vorgestellt, die den Felsengarten als Eremitage anlegen ließen.

Wie in allen Höfen des Barockzeitalters habe, so Pschierer, in Ansbach wie in Bayreuth die Jagd als zentrales Ereignis höfischer Repräsentation eine herausragende Stellung eingenommen. Fast alle Markgrafen aus dem Hause Hohenzollern seien passionierte Jäger gewesen. In dem Museum befinde sich auch ein bedeutender Zyklus von 22 Jagdgemälden, der fast einzigartig in Deutschland sei, hob Pschierer hervor. Die Gemälde seien von der Oberfrankenstiftung erworben und der Bayerischen Schlösserverwaltung als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden. Daneben gewähren unter anderem jagdliche Hieb- und Stichwaffen, Keramiken sowie alle Arten von Jagdutensilien aus ehemaligem markgräflichem Besitz einen eindrücklichen Einblick in eine längst vergangene Epoche, merkte Pschierer an.

Der Name der Burg Zwernitz, einst Stammsitz der Oberfränkischen Walpoden, wird erstmals 1156 urkundlich erwähnt. Von 1338 bis 1810 war sie im Besitz der Hohenzollern, bevor sie an das Königreich Bayern fiel. Bergfried und Archivbau, die die Silhouette der Burg prägen, gehen mit ihrem Buckelquaderwerk noch auf die spätromanische Anlage zurück.

Weitere Informationen im Internet: www.bayreuth-wilhelmine.de

 

Pressemitteilung 268/2011
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Pressemitteilung 28. Juli 2011

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