6. Oktober 2011

Pressemitteilung

 

Fahrenschon: "Mutter der Pinakotheken wieder geöffnet"

"Ein besonderer Höhepunkt des Münchner Kulturkalenders ist die Residenzwoche. Hier hat das Publikum die Möglichkeit, die Wittelsbacher Residenz mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten sowie den zahlreichen wertvollen Kulturschätzen kennen zu lernen. In diesem Jahr besteht erstmals auch die Möglichkeit die erste Mutter der Münchner Pinakotheken, einen der bedeutendsten Sammlungsräume des höfischen Rokoko wieder zu entdecken: die Grüne Galerie", stellte Finanzminister Georg Fahrenschon anlässlich der Vorstellung der rekonstruierten Gemäldehängung der Grünen Galerie und der Eröffnung der Residenzwoche 2011 der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen am Donnerstag (6.10.) in München fest.

Die Grüne Galerie wurde zwischen 1731 und 1737 im Auftrag des Kurfürsten Karl Albrecht von François Cuvilliés und seinen Mitarbeitern als Fest- und Bildersaal errichtet und ausgestattet. Sie bildete den überwältigenden Höhepunkt der Gesellschaftsräume des kurfürstlichen Paradeappartements. Mit der würdigen Präsentation ausgewählter Glanzstücke der Wittelsbacher Gemäldekollektion in Cuvilliés Galerie präsentierte sich Karl Albrecht nicht nur als geschmackssicherer und großzügiger Mäzen. Er wies auch und vor allem auf Rang und Bedeutung seiner Dynastie hin und bekundete damit einen ehrgeizigen Machtanspruch, der auf nichts Geringeres als die Kaiserkrone abzielte. Fahrenschon dankte den Förderern, wie der Ernst von Siemens Kunststiftung, ohne deren großzügiges finanzielles Engagement das Projekt der neuen Bilderhängung nicht möglich gewesen wäre. Er dankte auch den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen für deren Entgegenkommen. Fahrenschon: "Dank dieses Einsatzes können heute endlich wieder Besucher aus aller Welt eines der schönsten Werke des Rokoko weitgehend in seiner ursprünglichen Gestaltung in neuer Pracht kennenlernen und wieder neu erleben."

Ein umfangreiches und vielfältiges Programm bietet die Bayerische Schlösserverwaltung mit der Residenzwoche 2011, wie Fahrenschon lobend feststellte. Zahlreiche Themenführungen und Konzerte in den historischen Prunkräumen und viele weitere einzigartige Angebote lassen die Geschichte der Residenz lebendig werden. Das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm mit dem Titel "Leidenschaft der Schönheit" steht im Zeichen der Kunstsammlungen, die die bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige im Laufe der Jahrhunderte zusammengetragen haben. Die Bestände der Museen bezeugten, so Fahrenschon, bis heute beeindruckend deren Passion für äußerst kostbare, rare und exotische Werke der Kunst.

Auch in diesem Jahr wird wieder von der Residenz aus ein weiteres Schloss ins Blickfeld gerückt: Das Neue Schloss Schleißheim, die grandiose Schöpfung des Kurfürsten Max Emanuel, das sich gleichfalls für einen Tag mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm den Besuchern der Residenzwoche öffnet. Fahrenschon wünschte allen Besuchern der Residenzwoche eine interessante und erlebnisreiche Begegnung mit der traditionsreichen bayerischen Geschichte.

Weitere Informationen zur Residenzwoche unter www.residenzwoche.de

 

Pressemitteilung 336/2011
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Pressemitteilung 6. Oktober 2011

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