6. Mai 2011

Pressemitteilung

 

Fahrenschon: Kultur braucht private Förderer!
Verein der Freunde der Residenz spendet 50.000 Euro

"Herzlichen Dank! Zum Erhalt des bayerischen reichen Kulturerbes brauchen wir private Unterstützer. Mit Hilfe der engagierten und begeisterten Unterstützung Ihres Vereins konnte eine Musterachse für das historische Herzstück der Münchner Residenz als bedeutendes künstlerisches und historisches Zeugnis erstellt werden." Mit diesen Worten dankte Finanzminister Georg Fahrenschon herzlich den Vorstandsmitgliedern Klaus Bäumler und Dr. Paul Siebertz sowie dem Geschäftsführer Ulrich Wittermann des "Vereins der Freunde der Residenz" für deren großzügige Spende in Höhe von 50.000 Euro für den Grottenhof der Münchner Residenz.

Die kleine Gartenanlage mit der Grottenhalle gehört zusammen mit dem einzigartigen Antiquarium zu den ältesten erhaltenen Teilen des vielfältigen Schlosskomplexes. Während des 17. und 18. Jahrhunderts befanden sich in den Stockwerken neben dem Hof die kurfürstlichen Wohn- und Repräsentationsräume. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg setzte der Verein an dieser Stelle auch ein weithin ausstrahlendes Zeichen der Hoffnung für den Wiederaufbau: Der damals gegründete Verein veranstaltete mit äußerst bescheidenen Mitteln Konzerte zwischen den provisorisch gesicherten Trümmern dieses Hofes.

Langjähriges Ziel sei, so Fahrenschon, die ursprüngliche Schönheit des Grottenhofes wieder herzustellen. Der Verein habe mit seiner überaus großzügigen Spende einen Anfang gemacht. Langfristige Umwelteinflüsse machten dem Kunstwerk zu schaffen. Fahrenschon: "Gelingen kann das notwendige Restaurierungsvorhaben in Zeiten knapper staatlicher Mittel nur mit der großzügigen und engagierten Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für ihr historisches Erbe!"

Derzeit führt nach den Angaben von Fahrenschon die Bayerische Schlösserverwaltung in der Residenz München eine Sanierung der Außenfassade mit den Dächern sowie eine technische Grundsanierung im Inneren durch. Die Kosten dieses dritten Bauabschnitts der Sanierung der Residenz belaufen sich auf 13,4 Millionen Euro. Die Residenz München, eine der bedeutendsten Palastanlagen Europas, bildete über Jahrhunderte Bayerns kulturelle, politische und repräsentative Mitte. Aus einer spätmittelalterlichen Fliehburg im Nord-Ost-Eck der Stadtbefestigung hervorgegangen, erlebte sie unter den Herzögen Albrecht V., Wilhelm V. und Maximilian I. von 1570 bis 1620 eine erste Blütenzeit, aus der kostbare Raumschöpfungen wie das Antiquarium hervorgingen.

 

Pressemitteilung 156/2011
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Pressemitteilung 6. Mai 2011

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