1. Juni 2011

Pressemitteilung

"Von Venus beschützt": Neues Buch zu den Fresken von Jacopo Amigoni in Schleißheim

Bayerische Schlösserverwaltung veröffentlicht Bildband über mythologischen Freskenzyklus im Neuen Schloss

Jacopo Amigoni, ein Hauptvertreter der venezianischen Malschule des 18. Jahrhunderts, schuf zwischen 1720 und 1725 den bedeutenden Zyklus von elf Deckenfresken im Neuen Schloss Schleißheim. Auftraggeber war Kurfürst Max Emanuel, der als erfolgreicher Feldherr in den Türkenkriegen und ambitionierter Politiker einer der bemerkenswertesten Herrscher seiner Zeit war. Die Erlangung der Kaiserwürde für das Haus Wittelsbach sah er als seine höchste Aufgabe an. Dafür errichtete er in Schleißheim bei München eine gewaltige Residenz und beauftragte Amigoni mit einem Zyklus mythologischer Fresken.

Das neue Bildheft deutet Amigonis großartige Fresken erstmals in Zusammenhang mit dem höfischen Zeremoniell, das den Schlüssel zu ihrem Verständnis bildet. Peter O. Krückmann führt den Leser im Rahmen einer Audienz beim Kurfürsten durch das Neue Schloss und bietet ihm die Möglichkeit, die Fresken aus dem Blickwinkel ihrer Entstehungszeit zu betrachten.

"Von Venus beschützt – Jacopo Amigonis Fresken im Neuen Schloss Schleißheim" schildert auf knapp 200 Seiten mit über 140 neu fotografierten Detail- und Gesamtaufnahmen die Entstehungsgeschichte, Darstellung und Komposition der Fresken. Zudem wird auf die Technik der Freskomalerei sowie die besondere Arbeitsweise Amigonis eingegangen.

 

Schlösser und Hofgarten Schleißheim

Die drei Schleißheimer Schlösser bilden eine der schönsten Anlagen Deutschlands. Vor allem das Neue Schloss beeindruckt mit seiner prunkvollen Ausstattung und der Gemäldegalerie. Es wurde im Auftrag Kurfürst Max Emanuels 1701-1704 nach Entwürfen von Henrico Zuccalli begonnen und ab 1719 unter Joseph Effner vollendet. Namhafte Künstler wie Jacopo Amigoni, Johann Baptist Zimmermann und Cosmas Damian Asam wirkten daran mit.

Der unter anderem nach Plänen von Dominique Girard angelegte Hofgarten mit dem Jagdschloss Lustheim gehört zu den wenigen erhalten gebliebenen barocken Gartenanlagen im Land.

Der farbig bebilderte Band im handlichen Format ist in den Museumsläden der Schlösserverwaltung, im Buchhandel sowie in der Online-Buchhandlung für 12,90 Euro erhältlich (ISBN 978-3-941637-03-0).

Mehr zur Schlossanlage Schleißheim finden Sie unter www.schloesser-schleissheim.de.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 1. Juni 2011

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