29. März 2012

Pressemitteilung

Bedeutende Figur des 19. Jahrhunderts: Ein Bild von einem Mann, der Schloss Fantaisie prägte wie kein Zweiter

Schlösserverwaltung präsentiert neu erworbenes Porträt von Herzog Alexander II. von Württemberg

Herzog Alexander II. von Württemberg spielte in der Geschichte von Schloss und Park Fantaisie eine Schlüsselrolle. Neben der Erbauerin Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg prägte niemand das Bild der Anlage so nachhaltig wie er. Von 1839 bis 1881 verbrachte Alexander jeden Sommer in Fantaisie und wandelte Schloss und Park in eine einzigartige Anlage des Historismus um.

Das Gartenkunstmuseum in Schloss Fantaisie verfügt nun endlich über ein repräsentatives Porträt des Herzogs. Der Bayerischen Schlösserverwaltung, der Oberfrankenstiftung und dem "Förderverein Schloss Fantaisie Donndorf Eckersdorf" gelang es jetzt, ein bedeutendes Porträt von Alexander für Schloss Fantaisie zu gewinnen.

Das 1845 entstandene Gemälde stammt aus dem berühmten Atelier des Franz Xaver Winterhalter, des bevorzugten Porträtisten des europäischen Hochadels, der auch Queen Victoria, Napoleon III. und Kaiser Franz Josef malte. Das Porträt wurde kürzlich von der Oberfrankenstiftung erworben, die es der Schlösserverwaltung als Dauerleihgabe für das Gartenkunstmuseum in Fantaisie überlässt.

Herzog Alexander II. von Württemberg stärkte während seines gut vierzigjährigen Aufenthaltes in Bayreuth und Donndorf durch seine rege Bautätigkeit, seine Immobilienkäufe und seine Hofhaltung die Wirtschaftskraft der Region Bayreuth. Seine Unternehmungen wirkten durch die Einführung innovativer Technik und moderner Produktionsmethoden als Vorbild für eine fortschrittliche Land- und Forstwirtschaft sowie die Industrialisierung. Er gab wichtige kulturelle und soziale Impulse für das Gemeinwesen mit nennenswerten Wohlfahrtswirkungen.

Herzog Alexander II. von Württemberg prägte im 19. Jahrhundert das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt Bayreuth und ihres Umlandes maßgeblich mit. Bis heute bedeutend macht ihn, dass er mit dem von ihm entscheidend geprägten Schloss und Park Fantaisie ein kulturgeschichtlich herausragendes Objekt im Landkreis Bayreuth schuf. Mit dem Gartenkunst-Museum, das bei seiner Eröffnung 2000 das erste seiner Art in Deutschland war, kommt Fantaisie überregionale Bedeutung zu.

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 29. März 2012

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