13. Dezember 2012

Pressemitteilung

Verbesserter Besucherservice auf der Burg Burghausen

Nach der erfolgreich zu Ende gegangenen Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung auf der Burg Burghausen steht den Besuchern ein reichhaltiges Informationsangebot mit neuer Beschilderung im Staatlichen Burgmuseum und in der Staatsgalerie Burghausen zur Verfügung.

Am 4. November ging die Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung auf der Burg Burghausen erfolgreich zu Ende. 200.000 Besucher konnten mit dem Kombiticket nicht nur die Landesausstellung in den Räumen des Stadtmuseums besichtigen, sondern auch das Staatliche Burgmuseum besuchen und den einmaligen Rundblick von der Aussichtsplattform auf dem Dach des Palas genießen. Während das Stadtmuseum nun seine Tore vorübergehend geschlossen hat, ist das Staatliche Burgmuseum im Palas mit den herzoglichen Wohnräumen und der Staatsgalerie Burghausen auch im Winter geöffnet. "Die neue Beschriftung des spektakulären Historienzyklus und der Gemälde der Staatsgalerie, die die Bayerische Schlösserverwaltung und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen anlässlich der Landesausstellung gemeinsam realisierten, bleibt dauerhaft und lädt ein, an Themen der Landesausstellung anzuknüpfen", so der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung Bernd Schreiber.

 

Die monumentalen Ritterschlachten im Staatlichen Burgmuseum enthüllen erstmals ihre verborgene Bedeutung

Seit genau 50 Jahren sind die Schlachten- und Krönungsbilder in der oberen Etage des Palas fester Bestandteil eines Burgbesuchs. Der Hofkünstler Hans Werl hat die monumentalen Gemälde mit Historien aus der Geschichte Bayerns kurz nach 1600 für einen neuen Festsaal in der Münchner Residenz geschaffen. Die Glanzstücke dieser Bilderfolge sind die beiden mehr als zehn Meter langen Gemälde mit den zwei großen Ritterschlachten bei Mühldorf. Es sind die größten Leinwandgemälde Bayerns aus dieser Zeit. Die Burghauser Kunsthistorikerin Barbara Weis, die sich seit langem mit dem Historienzyklus befasst, hat die neuen Ausstellungstexte verfasst, die die Schlösserverwaltung auf  elegant gestaltete Fahnen drucken ließ. Spannend, was der Besucher hier erfährt: Etwa, dass als Quelle der dargestellten Szenen die Geschichtsbücher des berühmten humanistischen Historikers Johannes Aventinus dienten  oder warum der Maler eine alte Stadtansicht von Mühldorf auf die verkehrte Seite des Inns gesetzt hat. Weis entschlüsselt die dargestellten Personen in den Schlachten- und Zeremonialbildern, in denen die Machtkämpfe zwischen Wittelsbachern und Habsburgern im Mittelpunkt stehen.

 

Politische Konkurrenz – Gemeinsamer Kulturraum

Während sich oben die Herrscher zanken, kann man im Stockwerk darunter den Gemeinsamkeiten der Nachbarn nachspüren. Die Staatsgalerie zeigt dort Meisterwerke spätgotischer Tafelmalerei aus dem österreichischen und dem bayerischen Raum. Jedes der 50 kostbaren Gemälde und alle Skulpturen sind nun mit erklärenden Texten versehen, die die Bildinhalte der zum Teil seltenen Darstellungen, die Herkunft der Kunstwerke und deren Kontext erläutern. Dr. Martin Schawe von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verfasste die Texte zu den Gemälden; Dr. Brigitte Langer von der Bayerischen Schlösserverwaltung ergänzte die Erläuterungen zu den Skulpturen, die seit einigen Jahren die Galerieräume beleben. Mit Rücksicht auf die internationalen Besucher der Burg sind die Objektbeschriftungen in der Staatsgalerie wie auch die Raumtexte in den herzoglichen Wohnräumen zweisprachig in Deutsch und Englisch verfasst.

Es lohnt sich also, anlässlich der Burghauser Burgweihnacht vom 14.-16.12.2012 wieder einmal einen Abstecher in das Staatliche Burgmuseum im Palas zu machen. Das Museum hat im Winter täglich von 10-16 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zu Burg und Burgmuseum: www.burg-burghausen.de

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer,
Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 13. Dezember 2012

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