12. Juni 2012

Pressemitteilung

"Grüner Denkmalschutz"

Neue Publikation:  Zehn Jahre Waldpflege und Biotopschutz im Schlosspark Nymphenburg

Das Dokument einer erfolgreichen Zusammenarbeit: Seit nunmehr zehn Jahren kooperieren die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) bei der Pflege der Gehölzbestände des Nymphenburger Schlossparks. Jetzt stellten Schlösserverwaltung und LWF eine Broschüre über diese gemeinsame Arbeit und deren Ergebnisse vor.

Als die Schlösserverwaltung 2002 vom Finanzministerium den Auftrag erhielt, den Gesundheitszustand der Eichen im Schlosspark Nymphenburg zu untersuchen, bat sie die LWF um fachlichen Rat. Seit 2003 unterstützt die LWF die Bayerische Schlösserverwaltung mit der jährlichen Eichenuntersuchung und seit 2005 im Rahmen des Modellprojektes "Waldpflege als Denkmalpflege und Biotopschutz".

Aus dieser engen Zusammenarbeit heraus ist nun die Publikation "Schlosspark Nymphenburg – Waldpflege als Denkmalpflege und Biotopschutz" aus der Reihe LWF-Wissen entstanden. Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, und LWF-Präsident Olaf Schmidt stellten die umfangreiche, informative und reich bebilderte Broschüre am Dienstag, 12.6.2012 im Rahmen eines Pressetermins im Schlosspark vor. Insgesamt elf Autoren behandeln darin sehr unterschiedliche denkmalpflegerische, waldbauliche und ökologische Aspekte der ausgedehnten waldartigen Gehölzbestände, die den Schlosspark Nymphenburg in besonderem Maße prägen.

Ein Ziel des Projektes ist es, die ursprüngliche Konzeption des Parks noch stärker sichtbar zu machen: Der bayerische Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell hatte den barocken Schlosspark Nymphenburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einen Landschaftspark umgewandelt. Dabei schuf er in den Waldbereichen effektvolle Parkbilder, die inzwischen weitgehend verlorengegangen sind. "Unsere denkmalpflegerische Arbeit zielt darauf ab, diese Parkbilder in den ausgedehnten Nymphenburger Waldbereichen partiell zurückzugewinnen", so Rainer Herzog, Leiter der Gärtenabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung, bei der Vorstellung der Publikation. "Die ursprünglichen Gestaltungsabsichten Sckells sollen wieder stärker erlebbar werden." Dazu zählten insbesondere die Differenzierung der Waldränder, die Einzelstellung imposanter Bäume und die Herausarbeitung von hainartigen Strukturen.

 

Presse-Informationen:
Bayerische Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 12. Juni 2012

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