17. Oktober 2013

Pressemitteilung

Schloss Neuburg: Virtuose Stickkunst der Ursulinen in neuer Präsentation

 

Ab sofort ist der bedeutende Schatz an bestickten Gewändern und Altarbehängen aus dem einstigen Neuburger Ursulinenkloster in Schloss Neuburg in neuer Präsentation zu bewundern. Nach aufwändiger Restaurierung wird eine Fülle bisher deponierter Stücke erstmals im Schloss gezeigt. Die neue Ausstellung rückt die Hauptwerke der Sammlung ins Zentrum und wurde mit ausführlichen Erläuterungen in deutscher und englischer Sprache spannend aufbereitet.

 

Einzigartige Sammlung textiler kirchlicher Kunst

Die meisterhaft bestickten Messgewänder, liturgischen Textilien und Altarbehänge entstanden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Kloster der Ursulinen in Neuburg. Künstlerische Qualität und virtuose Ausführung, materielle Pracht und faszinierender Motivreichtum zeichnen den einzigartigen Bestand aus.

Fünf umfangreiche Festornate und zehn gestickte Behänge mit bildlichen Darstellungen für die Altäre der Klosterkirche – sogenannte Antependien – sind erhalten. Die ungewöhnliche Fülle und Kostbarkeit der Sammlung erklärt sich aus dem höfischen Umfeld, in dem die Ursulinen in Neuburg wirkten. Ihr Kloster wurde 1697 durch den Pfälzer Kurfürsten Johann Wilhelm gegründet.

 

Höhepunkte der Sammlung eindrucksvoll vereint

Bis vor wenigen Jahren waren die Textilien, deren Eigentümer die Stiftung Ursulinerfonds in Neuburg ist, auf das Schloss und eine nur im Rahmen von Sonderführungen zugängliche Präsentation im Neuburger Studienseminar aufgeteilt. Die Zusammenführung der Sammlung im Schloss schuf jetzt die Möglichkeit, eine völlig neue Auswahl der Exponate zu treffen, die die bedeutendsten Stücke integriert.

So sind nun alle zehn großformatigen Altarbehänge mit biblischen Szenen zu sehen. Die Bildmotive wurden von den Ursulinen so kunstvoll in farbigen Seiden gestickt, dass sie fast wie Gemälde wirken. Diese Art der Stickerei bezeichnet man treffend als Nadelmalerei. Einen eigenen Raum füllt das kostbarste, der hl. Ursula als Ordenspatronin gewidmete Ensemble an Gewändern und Behängen aus rotem Seidensamt mit außerordentlich prächtiger Goldstickerei. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Gewänder und Kelchtücher des Engelsornats mit ihren zauberhaften Engelsputten sowie die zugehörigen Antependien mit Engelserscheinungen in atmosphärischen Landschafts- und Ruinenszenerien.

Neben der Flämischen Barockgalerie und dem Museumstrakt zur Geschichte des Fürstentums Pfalz-Neuburg bildet der bestickte Kirchenschatz der Ursulinen einen Höhepunkt im reichen Besichtigungsangebot von Schloss Neuburg.

Die neu gestaltete Präsentation ist in Schloss Neuburg von Dienstag bis Sonntag täglich von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen. Eine besondere Gelegenheit bietet sich bei der Langen Nacht der Museen am Samstag, den 19. Oktober, ab 18 Uhr.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 17. Oktober 2013

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