18. Juli 2014

Pressemitteilung

Neue Abwasserentsorgung in Schloss Linderhof

Planungsstart für den Anschluss des Ortsteils Ettal-Linderhof an die Kläranlage Ettal

Ein starkes Signal für den Natur- und Gewässerschutz setzt die Bayerische Schlösserverwaltung in Schloss Linderhof. Mit dem Einverständnis der Ettaler Gemeinderäte zum Abschluss eines Rahmenvertrages über den Anschluss des Ortsteils Linderhof an die gemeindliche Abwasserentsorgung beginnen die Planungs- und Bauarbeiten für eine neue Abwasserbeseitigung in Ludwigs Königsschloss.

Wenn alles wie vorgesehen läuft, werden bereits in zwei Jahren die Abwässer der rund 450.000 jährlichen Besucher der Schlossanlage sowie der Bewohner des Weilers Linderhof nach Ettal geleitet und in der gemeindeeigenen Kläranlage gereinigt. Bei dem bisherigen Entsorgungsverfahren wurde das Schmutzwasser aus den Haushalten, den Betriebseinrichtungen, dem Schlosshotel und den fünf öffentlichen WC-Anlagen am Gelände in der verwaltungseigenen Kleinkläranlage aufbereitet. Um den immer strenger werdenden gesetzlichen Grenzwerten gerecht zu werden, hätte es in Linderhof weiterer, kostspieliger Investitionen in die zwischenzeitlich über 20 Jahre alte Anlagentechnik bedurft. Mit dem Anschluss an die Gemeindekanalisation wird die Forderung des Gewässerschutzes erfüllt, die Linder – einen unverbauten Wildbach im Naturschutzgebiet Ammergebirge – zu entlasten. „Als potentieller Welterbe-Kandidat möchten wir auch auf dem Gebiet der Abwasserentsorgung mit der Zukunft Schritt halten und Maßstäbe setzen“, freut sich die Verwaltungsleiterin von Schloss Linderhof, Sigrid Stache, über die Baumaßnahme.

Der Ettaler Bürgermeister Josef Pössinger ergänzt schmunzelnd „… dass nun zusammengeschlossen wird, was auch zusammengehört“ und führt weiter aus: „Mein damaliger Vorgänger hat mit Weitblick bei der Auslegung der Kläranlage diese Erweiterungsmöglichkeit eingeplant“. Da Ettal schon vor einigen Jahren den Ortsteil Graswang an die Kanalisation angebunden hat, erschien es allen Beteiligten als beste Lösung, dass die Gemeinde den Abwasseranschluss weiter bis nach Linderhof führt und dort an die bereits vorhandene Infrastruktur anschließt. Die Kosten für die Maßnahme, ca. 1,1 Millionen Euro, werden vom Freistaat Bayern getragen. Der größte Anteil der Investitionssumme wird für die 5 km lange Rohrleitung, die durch teils schwieriges Gelände führt, aufgewendet.

Weitere Informationen zu Schloss und Park Linderhof: www.linderhof.de

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 18. Juli 2014

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