1. April 2014

Pressemitteilung

Galasänfte und Krönungswagen

Marstallmuseum in Schloss Nymphenburg präsentiert mobilen Luxus der Barockzeit neu

Kurz vor Ostern putzt sich das Marstallmuseum heraus: Als Ergänzung zum bereits ausgestellten barocken Rennschlitten Kurfürst Max Emanuels wurde nun am Eingang des Museums die Prunksänfte seiner ersten Gemahlin, der österreichischen Kaisertochter Maria Antonia, neu aufgestellt. Die mit rotem Samt und Reliefstickereien sehr kostbar gearbeitete Sänfte gehört zu den ältesten Exponaten des Museums und wurde um 1685 in Paris bei dem Sattlermeister Saillot, der auch das französische Königshaus belieferte, in Auftrag gegeben. Zudem verdeutlichen neue Infobanner die historischen Zusammenhänge.

Dies ist nur der Auftakt zu einer Neugestaltung des Marstallmuseums, die bis 2019 – dann feiert der östliche Kavalierbau seinen 300. Geburtstag – abgeschlossen sein soll. Dabei steht neben der Restaurierung der Galakutschen und Prunkgeschirre, der barocken Rennschlitten sowie der einzigartigen Fahrzeuge des Märchenkönigs Ludwig II. vor allem die Neuinszenierung der Ausstellungsstücke im Vordergrund: Die geschichtlichen Zusammenhänge, aber auch Wissenswertes zu Reisen in alten Zeiten rücken in den Fokus.

Neu ist bereits jetzt der große Leuchtkasten gleich zu Beginn des Museums: Während links der prächtige Krönungswagen Kaiser Karls VII. steht, wird rechts anhand eines  21 Meter langen, hinterleuchteten Repros der Krönungszug des Kaisers dargestellt, als dieser mit großem Feuerwerk am 31. Januar 1742 in Frankfurt Einzug hielt. Dabei kann man nicht nur die Krönungskutsche entdecken, sondern auch leere Kutschen, die die Ämter des Kaisers als Kurfürst und König symbolisieren.

Das Marstallmuseum in Nymphenburg zählt weltweit zu den bedeutendsten seiner Art. Mit über vierzig repräsentativen Kutschen und Schlitten aus Wittelsbacher Besitz dokumentiert das Museum nicht nur dreihundert Jahre fürstliche Wagenbaukunst, sondern auch Geschichte und Geschichten der Wittelsbacher Kurfürsten, Könige und Kaiser.

Bereits 1923 eröffnete in der ehemaligen Hofreitschule am Marstallplatz nahe der Residenz das erste Marstallmuseum in München. Nach der Überführung der Sammlung während des Zweiten Weltkriegs nach Schloss Nymphenburg wurde das heutigen Marstallmuseum 1952 in der ehemaligen Leibpferd-Stallung des Schlosses eröffnet. Jährlich kommen rund 160.000 Besucher in das Museum.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 1. April 2014

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