21. November 2014

Pressemitteilung

Neues Schloss Schleißheim: Fassaden wieder vollständig – Abschluss der großen Restaurierungskampagne zur Instandsetzung der Brüstungsgitter

Eine umfangreiche Restaurierungskampagne hat nach über zwei Jahrzehnten ihren glücklichen Abschluss gefunden: Frisch restauriert schmücken die insgesamt 60 schmiedeeisernen Brüstungsgitter nun wieder die Fenster der West- und Ostfassade des Neuen Schlosses Schleißheim.

Angefertigt wurden diese kunstvollen Gitter im Auftrag von Kurfürst Max Emanuel von Antoine Motté zwischen 1724 und 1725. Der gestalterische Entwurf konnte Joseph Effner zugeschrieben werden, die Modelle für die Gussteile stammen von Guillaume de Groff – sämtlich bedeutende Künstler am Münchener Hof.

Die Gitter, von denen es 6 verschiedene Typen gibt, besitzen geschmiedete Zierblätter und weitere florale Zierelemente aus einer Kupferlegierung (Messing). In Ihrer anthrazitfarbenen Fassung mit blattvergoldeten Zierelementen sind sie besonders prächtig anzuschauen. Sie prägen das Gesamtbild der Fassaden entscheidend.

Die kunsthandwerklich bedeutenden Gitter verbinden hoch entwickelte französische Schmiedetechniken mit den zur Entstehungszeit aktuellsten höfischen Gestaltungsentwürfen. Durch das Wirken von Antoine Motté blieb die Münchner Hofschmiede zwischen 1719 und 1726 eine Besonderheit östlich des Rheins.

Seit 1993 wurden die Gitter umfassend restauriert. Zuletzt wurde die Farbfassung wiederhergestellt. Nun wurden die letzten Gitter wieder angebracht. Damit erhält das Neue Schloss Schleißheim sein Gesicht zurück.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 21. November 2014

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