21. März 2014

Pressemitteilung

Schwanenhals und Kinderspiel: Ausstellungsaufbau der Sonderausstellung »So wohnte der Großherzog. Die vergessenen Empiremöbel der Residenz Würzburg«

Das Einrichten einer Wohnung ist mit viel Arbeit verbunden. Nicht weniger Arbeit macht der Aufbau einer Sonderausstellung. Beides zusammen leistet zur Zeit ein Team von Kuratoren, Ausstellungsgestaltern, Restauratoren und Handwerkern in der Residenz Würzburg. Dort wird unter Hochdruck am Aufbau der Sonderausstellung »So wohnte der Großherzog« gearbeitet, die am 12. April startet. "Die Wohnräume des Habsburgers Ferdinand III. von Toskana, der das Großherzogtum Würzburg von 1806 bis 1814 regierte, wurden beim Brand der Residenz Würzburg im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erhalten blieb eine große Anzahl erstklassiger Möbel, die lange Zeit vergessen im Depot schlummerten. Erstmals werden diese herausragenden Kunstwerke des Empire nun der Öffentlichkeit präsentiert", erläuterte Dr. Werner Helmberger, Kurator und zuständiger Museumsreferent der Bayerischen Schlösserverwaltung, gestern (20. März) bei einer Vorschau auf die Sonderausstellung in der Würzburger Residenz.

Um eine Auswahl der Möbel zu zeigen, waren umfangreiche Restaurierungsarbeiten notwendig. Dieter Endrich, zuständiger Fachrestaurator der Bayerischen Schlösserverwaltung erklärt: "Die Möbel waren durchwegs in einem schlechten Zustand. Sowohl Gestelle wie Bezüge haben unter dem Zahn der Zeit gelitten. Nach der Sicherung des vorhandenen Bestands wurden einzelne Bezüge von überraschend leuchtender Farbigkeit rekonstruiert." Ihre schillernden Farben bilden den Fond der Ausstellungsräume, in denen große Reproduktionen historischer Ansichten der Wohnräume gezeigt werden.

In einem Raum der Ausstellung wird zur Zeit neben einer Möbelgarnitur, die sich durch Schwanenmotive auszeichnet, ein weiteres Highlight aufgebaut: das Karussell, das Großherzog Ferdinand III. für seine Kinder anfertigen ließ. Die Leihgabe des Wittelsbacher Ausgleichsfonds wurde wie die Möbel im Vorfeld der Ausstellung aufwändig restauriert. Auch das umfangreiche Spielzubehör – etwa Lanzen zum Herunterstoßen eines Holzkopfs – ging durch die fachkundige Hand der Restauratoren.

Um die Restaurierungsarbeiten an den Möbeln über die Ausstellung hinaus fortführen zu können, wurde die Aktion "Geben Sie den Pharaoninnen ein neues Gesicht" ins Leben gerufen: Während der Laufzeit der Ausstellung können sich die Besucher mit einem individuellen Beitrag an der Restaurierungskampagne der wertvollen Empiremöbel beteiligen.

mehr zur Spendenaktion "Geben Sie den Pharaoninnen ein neues Gesicht"

So wohnte der Großherzog. Die vergessenen Empiremöbel der Residenz Würzburg
(12. April bis 31. Dezember 2014)
Die Sonderausstellung öffnet am 12. April und ist im Museumsrundgang der Residenz Würzburg integriert.
Nähere Informationen unter www.residenz-wuerzburg.de

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 21. März 2014

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