9. September 2015

Pressemitteilung

Restaurierung des Hofgartentors an der Residenz München geht in nächste Etappe

Nicht einmal zwei Jahre nach der Außenrestaurierung der Fassaden von Tor und Arkaden im Jahr 2013 schlug am 8. Juni 2015 ein Blitz in das Hofgartentor ein. In der hölzernen Dachstuhlkonstruktion entwickelte sich ein kleiner Schwelbrand, der glücklicherweise rasch gelöscht werden konnte. Die Schadensblianz: Schäden am Gebälk, am Dach sowie kleinere Putzschäden im Gesimsbereich des Tores, wo der Blitz wieder ausgetreten war. Die Schadenssumme betrug ca. 10.000 Euro.

Unmittelbar nach dem Brand wurde das Dach repariert, so dass Regenwasserschäden verhindert werden konnten. Nun wird ab sofort die Sanierung des nahezu 200jährigen Klenzebaus fortgesetzt.

Erneuert werden im ersten Schritt der Innenputz der Arkaden, die Beleuchtungstechnik sowie der neue Asphalt-Bodenbelag. Im nächsten Jahr folgt die Restaurierung der Fresken.

Voraussichtlich im September 2016 wird damit die umfassende Sanierung fertig gestellt. Die Gesamtkosten der 2013 abgeschlossenen Außensanierung sowie der nun durchzuführenden Innensanierung betragen 878.000 Euro, davon sind 205.000 Euro Spenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Dr. Fritjof Regehr-Stiftung sowie der Stiftung Straßenkunst der Stadtsparkasse München, die auch die Restaurierung der Fresken finanzieren. Die Bayerische Schlösservewaltung dankt den Stiftern herzlich für die Unterstützung dieses  wertvollen Restaurierungsprojektes.

Zum Hofgartentor

Das Hofgartentor entstand zwischen 1816 und 1818 als erstes Münchener Bauwerk und Karrieresprungbrett des bedeutenden Architekten Leo von Klenze zwischen der Residenz und dem alten Turnierhaus. In der Art eines römischen Triumphbogens gestaltet schmückte Leo von Klenze das Tor mit Trophäen und Genien in Bleiguss. Die Fresken entstanden ab 1826 unter der Leitung des Historienmalers Peter Cornelius.

Das Hofgartentor bildet den Anfang der klassizistischen Umgestaltung Münchens, an der Leo von Klenze als Hofarchitekt von König Ludwig I. maßgeblichen Anteil hatte. Weitere bedeutende klassizistische Monumente von Klenzes sind die Alte Pinakothek, die Glyptothek, der Königsplatz, die Ludwigstraße oder der in der Nähe des Hofgartentors zu findende Königsbau der Residenz.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 9. September 2015

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