12. März 2015

Pressemitteilung

Söder: Residenz München erhält eine neue Porzellanausstellung

Restaurierung der Residenz für gesamt 46 Millionen Euro // Haushaltsausschuss genehmigt 3. Teilbaumaßnahme für 4,6 Millionen Euro

Die Residenz in München erhält eine neue Porzellanausstellung. In 21 neu ausgebauten Räumen sollen in einer gemeinsamen Ausstellung künftig neben dem reichen Schatz der Porzellane das kurfürstlich-königliche Tafelsilber und die Wittelsbacher Miniaturensammlung ausgestellt werden. „Eine beeindruckend umfangreiche Ausstellung wertvollster und faszinierender Objekte aus dem Bereich der angewandten Kunst, die sich in höchst seltener Vollständigkeit erhalten hat. Als Diplomatengeschenke und als höfische Auftragsarbeiten in den Besitz der bayerischen Herrscher gelangt, erinnern sie noch heute an die Anknüpfung politischer Allianzen und dynastischer Verbindungen quer durch Europa“, teilte Finanzminister Dr. Markus Söder mit. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat am Donnerstag (12.3.) die Gelder für die 3. Teilbaumaßnahme „Musealer Ausbau Königsbau und Einrichtung von Schauräumen für die Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts“ bewilligt.

Eines der größten Raumkunstmuseen in Europa wird für rund 46 Millionen Euro restauriert und weiter museal ausgebaut. Weit über 1000 Kunstwerke werden den neuen Museumsbereich ab 2018 vor allem auch für internationales Publikum interessant machen. Neue, zum Teil noch nie ausgestellte Werke bereichern das Museumsangebot des einstigen Herrschersitzes der Wittelsbacher. Der neue Museumsbereich im Königsbau wird sich über vier Stockwerke erstrecken.

Auf dem Feld der Porzellankunst soll das Residenzmuseum mit einer Vielzahl herausragender Meißener Stücke aus der Frühzeit der europäischen Porzellanherstellung prunken. Dazu kommen der wohl reichste Bestand an Frankenthaler Porzellanplastik sowie nahezu komplett erhaltene höfische Prestigeaufträge an die Nymphenburger Manufaktur. In der Silbersammlung befindet sich eine Vielzahl historischer Einzelbestände. Ihre Übernahme in die Münchner Silberkammer dokumentiert so noch heute zentrale Ereignisse der frühneuzeitlichen Landesgeschichte, der Säkularisation und der Erhebung Bayerns zum Königreich. Die Miniaturensammlung mit mehreren hundert Kleingemälden, die aus dem 16. bis 19. Jahrhundert datieren, stellt schließlich in ihrer Form ein Unikum dar, das auf diesem Niveau und in solcher Vielfalt der Einzelobjekte zum Zeitpunkt der Eröffnung in 2018 wohl nur in München zu sehen sein wird.

Die Münchner Residenz – eine der großen Palastanlagen in Europa – entwickelte sich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts zum politischen und kulturellen Mittelpunkt Bayerns. Zu den wesentlichen Erweiterungen des 19. Jahrhunderts zählt auch der Königsbau im Süden der Anlage, der den vorgelagerten Max-Joseph-Platz prägt. Mit der nun freigegebenen Teilbaumaßnahme „Musealer Ausbau Königsbau und Einrichtung Schauräume Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts“ mit Teilkosten von 4,9 Millionen Euro, der bereits abgeschlossenen Wiederherstellung des Antiquariums mit Teilkosten von rund 4,6 Millionen Euro und der seit 2013 laufenden Restaurierung der Nibelungensäle mit Teilkosten von rund 3,5 Millionen Euro beläuft sich der museale Ausbau auf rund 13 Millionen Euro.

Investiert wird auch in die weiteren Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen des Königsbaus der Residenz mit Kosten von rund 33 Millionen Euro. Hierzu gehört neben der Sanierung der Dächer und Fassaden auch die Modernisierung der Haustechnik. Zuletzt wurde im November 2012 die Fassadensanierung am Max-Joseph-Platz fertiggestellt.

Pressemitteilung Nr. 92/15
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Pressemitteilung 12. März 2015

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