29. September 2016

Pressemitteilung

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen auf Schloss Bothmer

Generaldirektor Dipl.-Ing. Thomas Metz in den Vorstand gewählt; Mitglieder Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus und Dr. Thomas Weiß verabschiedet

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen hat sich vom 22. bis zum 24. September zu ihrer 26. Jahrestagung auf Schloss Bothmer in Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Auf der Agenda standen vielfältige Themen aus den Bereichen Verwaltung, Museumswesen, Baudenkmalpflege, Gartendenkmalpflege, Restaurierung und Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Übergeordnetes Thema waren in diesem Jahr die Museumsshops.

Heike Polzin, Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und somit Gastgeberin der diesjährigen Tagung, hob beim Staatsempfang zur Jahrestagung am Donnerstag, den 22. September, die Bedeutung der Arbeit der Schlösserverwaltungen für den Erhalt des kulturellen Erbes, den Tourismus und die Identitätsvermittlung der Bürgerinnen und Bürger hervor.

Die Jahrestagung der deutschen Schlösserverwaltungen ist das zentrale Austauschforum des wichtigsten Netzwerkes der öffentlichen Träger historischer Schlösser, Burgen und Gartendenkmäler. „Der Erhalt, die Vermittlung und die Erforschung unseres wertvollen kulturellen Erbes erfordert höchste Fachkenntnis und oft ungewöhnliche Lösungen, der enge fachliche Austausch ist daher ein essentieller Beitrag zur Bewältigung unserer Aufgaben“, erläutert Bernd Schreiber, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen und Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Als stellvertretender Vorsitzender neu in den Vorstand gewählt wurde Dipl.-Ing. Thomas Metz (Jahrgang 1955), Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Der studierte Architekt war von 1988 bis 1998 in verschiedenen Leitungsfunktionen in der Rheinland-Pfälzischen Staatsbauverwaltung tätig. 1998 wurde Thomas Metz die Leitung von Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz übertragen. Ab 2001 übernahm er zusätzlich die Leitung des technischen Landesmuseums Koblenz und ab 2006 zudem kommissarisch die Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz. Seit 2007 ist er mit dem Aufbau und der Leitung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) beauftragt.

Zwei langjährige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wurden im Rahmen des feierlichen Staatsempfangs aus dem Kreis der Arbeitsgemeinschaft verabschiedet.

Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus (geb. 1951), Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, tritt Ende April 2017 in den Ruhestand. Der in Erlangen geborene promovierte Kunsthistoriker und Volljurist begann seine Karriere am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München. 1987 bis 1994 war Prof. Dr. Paulus Leiter der Denkmalschutzbehörde Regensburg. 1994 wurde der bekannte Denkmalpfleger Gründungsdirektor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die er aus dem Boden stampfte und zu einer hoch anerkannten Kulturinstitution machte. In der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen bekleidete er von 1997 bis 2003 das Amt als stellvertretender Vorsitzender, von 2003 bis 2009 als Vorsitzender und seit 2009 wieder als stellvertretender Vorsitzender. Als engagiertes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft gab Direktor Prof. Dr. Paulus u.a. das Buch „Das Schloss in der Republik“ heraus, in dem die Geschichte der Schlösserverwaltungen publiziert wurde. Prof. Dr. Paulus ist unbestritten einer der wichtigsten Netzwerker der „Schatzkammer Thüringen“.

Dr. Thomas Weiß (geb. 1951), Direktor der Kulturstiftung DessauWörlitz, tritt Ende Januar 2017 in den Ruhestand. Der gebürtige Münchener war nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Volkskunde in verschiedenen leitenden Funktionen als Kulturwissenschaftler tätig, bevor er 1994 zum Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten Wörlitz, Oranienbaum, Luisium bestellt wurde. 1997 folgte die Berufung zum Vorstand und Direktor der Kulturstiftung DessauWörlitz. In dieser Funktion errang er im Jahr 2000 einen herausragenden Erfolg, als das Gartenreich Dessau-Wörlitz in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen wurde. Dr. Weiß hatte die schwierige Aufgabe, zwei große Hochwasser zu meistern, die 2002 und 2013 katastrophale Schäden im Gartenreich Dessau-Wörlitz anrichteten. Hier gebührt Direktor Dr. Weiß und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das große Verdienst um den Wiederaufbau und den damit verbundenen Heilungsprozesses der bedeutenden Kulturlandschaft.

Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen, Bernd Schreiber, dankte in seiner Laudatio den verdienten Kollegen für ihre engagierte Mitarbeit und in seiner Eröffnungsrede den Staatlichen Schlössern und Gärten Mecklenburg-Vorpommern für die kompetente Ausrichtung der erfolgreichen Tagung.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 29. September 2016

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