22. November 2016

Pressemitteilung

Wenn Bäume reisen: Großbaumverpflanzung im Hofgarten Ansbach

Eine Maßnahme im Rahmen der Gartendenkmalpflege

Die große Lindenallee ist das Rückgrat des Ansbacher Hofgartens und zugleich seine älteste Pflanzung: Bereits 1724 wurde die vierreihige Allee von Markgräfin Christiane Charlotte mit eigens aus Holland importierten Linden angelegt. Einige dieser Bäume stehen noch heute. Sie dienen somit seit fast 300 Jahren vielen Tierarten als Behausung und dem menschlichen Besucher als Schattenspender.

Der Zahn der Zeit geht auch an den betagten Baumriesen nicht vorbei. Trotz fürsorglicher Pflege durch die Bayerische Schlösserverwaltung fallen gelegentlich einzelne Bäume altersbedingt aus. In der Vergangenheit wurden diese Lücken vorwiegend mit sehr jungen Linden bepflanzt, die sich zwischen den großen, alten Nachbarlinden nicht behaupten konnten. Daher sollen vier Lücken nun mit Großbäumen gefüllt werden.

Die Linden werden von der nahen Uzwiese versetzt. Die in den 1980er Jahren angepflanzten Linden an der Uzwiese stehen nicht im Einklang mit der landschaftlichen Gestaltung dieses Gartenbereichs im 19. Jahrhundert. Sie verstellen die Blickachse in die Seufzerallee und bedrängen den malerischen Altbaumbestand. Mit der gartendenkmalpflegerischen Maßnahme möchte man sich dem ursprünglichen Zustand der Uzwiese wieder annähern.

Wie die Bayerische Schlösserverwaltung bekannt gibt, werden die gesunden Linden von der Uzwiese nun samt Wurzelballen ab dem 24. November mithilfe einer Rundspatenmaschine in einem Durchmesser von 3 Metern ausgehoben. Anschließend werden sie in die Allee versetzt. Nach der Verpflanzung brauchen die Bäume ein wenig Unterstützung, um gut anwachsen zu können. Deshalb werden die Bäume mit stabilisierenden Vierböcken aus Holzpfählen verankert und mit einem Gießrand ausgestattet. Nach zwei bis drei Jahren können der Gießrand eingeebnet und die Stützvorrichtung abgebaut werden. Die Bäume sind dann vollständig angewachsen.

Über die gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen informieren ab dem 24. November Schautafeln an der Uzwiese und der Lindenallee.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 22. November 2016

| nach oben |