22. Februar 2016

Pressemitteilung

Ab 1. März 2016: Neue Öffnungszeiten im Hofgarten Ansbach

Nach einer deutlichen Zunahme von Vandalismusschäden an Kübelpflanzen, Denkmälern und Anpflanzungen sowie ständig steigendem Müllaufkommen musste der zuvor auch nachts geöffnete Hofgarten Ansbach Anfang des Jahres 2013 für die Nachtstunden geschlossen werden.

Nach drei Jahren zieht die Bayerische Schlösserverwaltung eine durchwegs positive Bilanz: Vandalismusschäden in der historischen Gartenanlage sind durch die nächtliche Schließung nur noch vereinzelt und in äußerst geringem Umfang aufgetreten. Auch das Müllaufkommen konnte deutlich reduziert werden. „Die Wertschätzung und Wahrnehmung des Hofgartens Ansbach als Gartendenkmal hat sich deutlich erhöht“, freut sich Gabriela Wallerer, Amtsvorstand der Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach.

Aufgrund der positiven Erfahrungen hat sich die Bayerische Schlösserverwaltung dazu entschlossen, die Öffnungszeiten in den Abendstunden zu verlängern. Eine Öffnung des Hofgartens in den Nachtstunden wird es auch weiterhin nicht geben.

Der Hofgarten Ansbach ist die einzige Grünanlage in der Stadt Ansbach und soll neben seiner Funktion als historische Gartenanlage den Bürgern als Ort der Erholung zur Verfügung stehen.

Insbesondere in den Sommermonaten wird mit der Öffnung des Hofgartens bis 22 Uhr, und damit bis zum Eintreten der Dunkelheit, eine spürbare Verbesserung erreicht (bisher Schließung spätestens um 21 Uhr). Auch in den Wintermonaten ist der Hofgarten stets bis mindestens 18 Uhr geöffnet, so dass ein Abendspaziergang vor Eintritt der Dunkelheit bzw. die Nutzung des Hofgartens als kurze Verbindung innerhalb Ansbachs gewährleistet ist (bisher erfolgte die Schließung in den Monaten Dezember und Januar bereits um 17 Uhr).

Ab 1. März 2016 gelten für den Hofgarten Ansbach folgende Öffnungszeiten:

November bis Februar: 7.15 - 18 Uhr
März: 7.15 - 20 Uhr
April bis August: 7.15 - 22 Uhr
September bis Oktober: 7.15 - 20 Uhr

 

Der Hofgarten in Ansbach

Der Hofgarten der Residenz Ansbach ist seit jeher durch vorhandene Bauten vom Schloss getrennt. Ganz der französischen Gartenarchitektur verpflichtet, wurde von 1726 bis 1743 eine Orangerie mit einem vorgelagerten Parterre und zwei seitlich angeordneten Lindensälen errichtet. Parallel zur Gebäudefront verläuft die von zwei doppelreihigen Lindenhochhecken gebildete Hauptachse.

Die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung im Parterre mit Blumen wird in Anlehnung an barocke Musterbücher in artenreicher Anordnung gezeigt. Das von der Orangerie im Sommer präsentierte Sortiment von Kübelpflanzen besteht aus Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- sowie Feigenbäumen.

Denkmale und Gedenktafeln erinnern an den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff, an das 1833 im Hofgarten ermordete Findelkind Kaspar Hauser sowie an den Botaniker und Markgräflichen Leibarzt Leonhart Fuchs. Zum 500. Geburtstag von Leonhart Fuchs wurde im Jahr 2001 ein vielfältiger und interessanter Heilkräutergarten angelegt.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 22. Februar 2016

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